"Plissé"
Eine Gruppe von sechs russischen Mädchen, in Weiß gekleidet, mit weißen Kränzen auf dem Kopf, ging im letzten Sommer schweigend mit großen weißen Kerzen in einen Bunker. Und verschwand. Eine Gruppe von sechs Mädchen unbestimmter Herkunft, gekleidet als Funkenmariechen, der rheinländischen Tanzfigur, tritt in diesem Sommer am 12. August hinter Bäumen hervor, am See von Schloss Groß-Leuthen im Spreewald bei Berlin. Schweigend. Und verschwindet wieder. Wie VA Wölfl studierte Ina Senftleben in Essen Fotografie und kam zum Tanz.
Nicht als Arrangeurin von Mode und Models, sondern gemeinsam mit dem Komponisten Matthijs Kouw als Künstlerin, die Unwirkliches im Wirklichen sucht. Ihre Mädchen erscheinen und verschwinden, in ihrer Fotografie und in ihrer Performance beim Festival Rohkunstbau (www.rohkunstbau.de). Unaufgeregt. Wie ihre Portrait-Fotografie.
www.ina-senftleben.com
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Meg Stuart,
Sie werden bei den Salzburger Festspielen eine neue Arbeit mit dem Arbeitstitel «It’s Not Funny!» vorstellen. Worum soll es gehen? Um etwas, das wir gut kennen – um Momente, in denen Humor schmerzt und Situationen peinlich werden, weil man aus dem sozialen Code gerät. Es geht um Akzeptanz darum, wie wir für einander performen. Also für das Publikum und...
WENN RUSSEN KOMMEN, scheint die Klassik auf dem Höhepunkt. Sie soll ausgerechnet aus einer so strahlenden, individualistischen und dynamischen Stadt wie Moskau kommen, einer Metropole, die sich selbst kaum an ihren letzten «großen Stil» erinnern mag, an Yuri Grigorovich, den St. Petersburger, der das Ballett des Bolshoi von1965 bis1995 leitete. Hier entstand der...
Warum anfangen?
Die Stereoanlage. Das Wohnzimmer. Eltern und Geschwister sind ausgegangen. Okay, die Musik ist viel zu laut. Dafür kommt sie ganz gewaltig: die Ahnung von Freiheit. Der Arm schwingt. Der Kopf knallt zur Seite. Das eine Bein springt. Das andere hinterher. Da ist er, der von unzähligen Generationen gefürchtete Virus. Das Kind bewegt sich. Frei....
