totentanz in köln
Prolog
Sagt die Journalistin,
«Wir müssen über den Tanz in Köln reden.»
... dann heißt es von:
Kajo Nelles, Geschäftsführer Landesbüro Tanz:
«Nicht schon wieder.»
Wolfgang Hoffmann,
Ex-Referent für Tanz und Theater der NRW-Landesregierung:
«Also über einen ständigen Abstieg.»
Hanna Koller,
Programmleitung Tanz der Städtischen Bühnen:
«Frustrierend.»
Georg Quander, Kulturdezernent:
«–––» (nimmt gerade seinen Resturlaub.
)
Klaus Dilger, Leiter des Tanzbüros Köln:
«Wir stehen vor einem Nadelöhr – entweder wird der Tanz
komplett zerschlagen, oder ein Durchbruch steht bevor.»
Bettina Milz,
Referatsleiterin für Theater und Musik der Staatskanzlei,
wird angefragt, es antwortet die Pressestelle: «Das ist ja alles politisch!» (Ach so, politisch – wie kommt man bloß auf die Idee,
an ein Ministeriumpolitische Fragen zu richten …?)
Thomas Thorausch,
Stellvertretender Leiter des Deutschen Tanzarchivs Köln:
«Wir sind im letzten Akt eines Trauerspiels.»
Wer auch immer in Köln professionell mit Tanz zu tun hat, muss wissen, dass er mit
hoher Wahrscheinlichkeit verliert. Dass er nach unendlich vielen Gesprächen, nach ausgiebiger Argumentation und immer wieder vernommenen politischen ...
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Tanz Mai 2013
Rubrik: ideen, Seite 64
von Nicole Strecker
Der neue Abend «b.14» des Balletts am Rhein ist ein großer Wurf. Nicht Höhe und Weite zählen hier, sondern die Haltung des jeweiligen Werfers. Marcos Menha und So-Yeon Kim geben in Antony Tudors 1975 entworfenem Pas de deux aus «The Leaves are Fading» ein friedvolles Paar, niemand muss hier etwas beweisen, einfordern, abladen. Pures Ballett, inniges Vertrauen. Sie...
Im Laufe des Monats erscheinen noch folgende Beiträge exklusiv im Web:
Gob Squad: «Dancing about» in Berlin
Robert North: «Verlorene Kinder» in Mönchengladbach
Tadashi Endo: «Fukushima mon amour» in München
Fabulous Beast Theatre: «Petrouchka», «Le sacre du printemps» in Wolfsburg
Ohne Strawinsky wäre ich kein Komponist geworden, so viel ist schon mal klar. Daher ist alles, was ich über seine Musik schreiben kann, davon geprägt, dass unter anderem er es war, der mich dazu brachte, diesen seltsamen und bizarren Beruf zu ergreifen, den man Broterwerb kaum nennen kann. Man wird hier nicht viel Kritisches über den «Sacre» finden, das gebe ich...
