"Love & Dance"
Der Tanz ist für ihn nur Mittel zum Zweck: Chen, gerade mal dreizehn, will unbedingt Natalie kennen lernen. Heimlich beobachtet er sie durch eine Kamera, wie sie vor einem Spiegel ihre Posen probt. Statt Judo also Gesellschaftstanz. Statt Natalie die gleichaltrige Sharon. Ihr fehlt der Mann, und so stolpert er widerstrebend hinein in eine Partnerschaft, die anfangs alles verspricht – nur nicht ein Championat in Sachen Cha-Cha-Cha.
Wie bei Stephen Daldry («Billy Elliot») steht auch bei Eitan Anner der Tanz für das Leben, und das gestaltet sich in Israel schwieriger als andernorts: zu unterschiedlich sind die Ethnien, und der starke Zuzug aus den GUS-Staaten sorgt seit ein paar Jahren für ein Konfliktpotenzial, an dem nicht bloß jüdische Ehen scheitern. «Sipur Hatzi Russi», eine halbe Russengeschichte, nennt Anner seinen ersten Spielfilm, der in Deutschland jetzt unter dem Titel Love & Dance in die Kinos kommt, und er macht die Kluft zwischen den Kulturen nicht nur an den unterschiedlichen Sprachen fest. Gerade der Standardtanz gilt in Israel als eine Kunst, über die sich ausschließlich die russische Parallelgesellschaft definiert – und doch ist der Quickstepp in diesem ...
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Zur Familie Taglioni hat Gunhild Oberzaucher-Schüller einen Materialienband herausgegeben. Er wird eröffnet von einer Todesanzeige Filippo Taglionis. Das mutet zwar «bizarr» an, wie sie in ihrem Vorwort einräumt, – doch spiegelt sich in ihr die außergewöhnliche Stellung dieser Tänzer- und Choreografenfamilie im Europa des 19. Jahrhunderts, die durch namhafte...
«Follow the heart beat rhythm», lautet der vertrauenswürdige Tipp eines gut gelaunten Rastaman, dessen Lächeln mit der aufgehenden Sonne über den Dächern der School of Dance in Kingston um die Wette strahlt. Bob Marley hat das zuerst besungen, diese ungemein coole Leichtigkeit der Ästhetik hier – One Love. Und so hören sie sich an: Ethiopian Binghi Drums, immer...
Die B-Boys Flying Steps aus Berlin zieht es von der Straße und den Clubs in akademische Gefilde. Mit der Eröffnung ihrer eigenen Tanzakademie, der Flying Steps Academy in Berlin-Kreuzberg am 1. Juni, wollen sie ein neues Kapitel ihrer Geschichte vom «Straßenkid zum Bühnenstar» schreiben. Diesmal als Dozenten für «Urban Dance». Junge Tanztalente rücken auch bei...
