Ruhmesblatt
«Freut Euch!» Ganz Köln ist mit diesem fast weihnachtlichen Slogan zuplakatiert. Man sieht ein Mädchen auf einem Bein, das sich freut. Und tanzt. «Das neue Tanzmuseum kommt». Da ist es. Dabei sitzt es schon seit 1997 im Mediapark, dem nicht eben gemütlichsten Ort in der Stadt. Und im dritten Stock. Aber es wurde umgebaut. Jetzt ist alles viel heller. Der erste Blick fällt – natürlich – auf eine Tänzerin. Von oben. Sie dreht sich, der Rock wirbelt mit ihr um und um. Dieser Film in Endlosschleife über der Eingangstheke macht fast schwindelig.
«Vertrauen Sie Ihren Augen! Und haben Sie keine Angst, wenn Sie dabei ins Stolpern und Schleudern geraten, das ist durchaus beabsichtigt.» So beginnt der Museumskurator Thomas Thorausch seine Tour d’horizon. Er nähert sich dem Thema und seinem Publikum mit Gefühl, während wir an taubenblau bespannten Stellwänden entlang über helles Parkett durch den schlauchförmigen Raum flanieren. Überall Flächen, Ecken, Gänge, Öffnungen, Nischen, und am Ende ist ein kleiner Saal.
Stolpern und Schleudern. Thorausch stützt uns gefühlvoll, denn: «Anders als noch vor zehn Jahren kann man heute bei Kindern, Jugendlichen und vielen Erwachsenen kein grundsätzliches ...
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