Die Lehrer
Sie beide sind ehemalige Étoiles des Pariser Opernballetts und haben im Herbst das LAAC eröffnet, «L’Atelier d’Art Chorégraphique». In dem historischen Studio unter den Dächern des Théâtre des Champs-Elysées, wo einst Größen wie Nijinsky oder Jean Babilée probten, bieten Sie nun Ballett-Training für ambitionierte Profis oder Halbprofis. Schließen Sie damit eine Angebotslücke?
Nicolas Le Riche: Auf jeden Fall. Generell wird Tänzern ein Vokabular vermittelt, aber nicht dessen künstlerisches Potenzial.
Und gerade darauf kommt es uns an, weil wir uns spezifisch an Tänzer wenden, die sich in einer Entwicklungsphase befinden, in der man Entscheidungen über seine Zukunft treffen muss.
Das klingt wie Nachhilfeunterricht. Anders gesagt: Coaching.
Clairemarie Osta: Einige haben schon in bedeutenden Kompanien getanzt. Wir begleiten sie ein Stück weit auf ihrem Berufsweg. Wir mischen die Generationen und wollen die Fortgeschrittenen in die Lage versetzen, Gelerntes zu sortieren und zu verarbeiten. Denn viele sind in einem Alter, in dem nicht mehr viel Zeit bleibt.
Es geht also um mehr als technische Perfektionierung?
Clairemarie Osta: Es geht auch um Lernmethoden, um Ballettrepertoire, und ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Thomas Hahn
tanzträume
Für diese Nikolaus-Bescherung muss niemand den Spitzenschuh vor die Türe stellen: ARTE liefert am 6. Dezember ein Säckel voller Tanzüberraschungen frei Haus. Los geht‘s am Vormittag mit Rudolf Nurejews «Don Quichotte», getanzt vom Ballett der Pariser Oper. Deren Eleven sind anschließend in einer Dokumentation über Freuden und Strapazen des...
Graue Panther sind passé. Stattdessen nennt Egon Madsen seine Passagiere «Greyhounds», auf Busunternehmen in Amerika und Australien anspielend. Alle vier sind schließlich ständig unterwegs, von einer Lebensstation zur anderen. Wohin die Reise führt, ob zielgerichtet geradeaus oder rechts ins Abseits – die Fahrbahnmarkierung von Flurin Borg Madsen lässt es offen....
«schwanensee» in stockholm
Auch wenn dieser Schwan ein paar Federn gelassen hat: Der «Robocygne», von Asa und Carl Unander-Scharin im Labor aufgepäppelt, ähnelt zwar eher einem gerupften Huhn. Als künstlicher Schwan ist er aber zweifellos die Attraktion einer Ausstellung im Stockholmer Dansmuseet, die sich bis zum 6. Januar mit den vielfältigen Erscheinungsformen...
