Sigrid Gareis
Sigrid Gareis verlässt im Juni 2009 das Tanzquartier Wien. Damit hat die Debatte um die künftige Ausrichtung des Hauses begonnen. Der Wiener Kulturstadtrat, Andreas Mailath-Pokorny, gab dem umstrittenen Mehrheitsbeschluss des TQW-Kuratoriums nach, Gareis Vertrag nach zwei Perioden nicht für zwei weitere Jahre zu verlängern. Auch wenn eine solche Verlängerung eine 93 Unterschriften starke Gruppe von Künstlern und Kulturschaffenden forderte.
Die «andere Seite» der tief gespaltenen Wiener Tänzerschaft hatte bereits im Vorjahr mobil gemacht und sich unter dem Label «tanzunit[ed]» mit der im Kuratorium stark vertretenen IG Freie Theaterarbeit verbündet, um eine etwaige Prolongierung der bestehenden Intendanz zu verhindern. Für diese Parteinahme wird die IG nun heftig kritisiert. Sigrid Gareis hatte es geschafft, das Haus zu einem Brennpunkt zeitgenössischen Tanzgeschehens zu machen. Sie bezog die überwiegende Mehrheit der Wiener Tanzszene in ihre Programmierung ein und praktizierte erfolgreich eine progressive, international orientierte Kuratierungspolitik. Einigen eingesessenen Choreografen jedoch erschien ihre eigene Präsenz im TQW als nicht ausreichend. Sie schlossen sich zusammen ...
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Brian McMaster leitete das Edinburgh International Festival. Seinem britischen Kultur- und heutigen Arbeitsminister James Prunell schrieb er ein Papier mit der Überschrift: «Supporting Excellence in the Arts». Es besagt: «Schluss mit ausverkauften Sitzreihen!» und Schluss mit der Sozialarbeit der Künstler! Die auch im übrigen Europa gängige Praxis heißt bislang:...
The horse is a skeleton, a sculptor’s model for an equestrian monument – the rider is real. A sad, lean figure, his sidekick short and fat; when we see the pair on the stage of the Royal Theatre in Copenhagen, we know this is the story of the man of La Mancha who fights windmills. The veiled lady in red velvet is the Dulcinea of our knight errant’s dreams. The...
Es gibt nur eine Choreografie in der Tanzgeschichte, mit der man immer wieder Geschichte schreiben kann: «Le sacre du printemps», das berühmte Frühlingsopfer. Igor Strawinsky komponierte es in Lausanne, wo Ballets-Russes-Chef Serge Diaghilev sich 1915 mit dem Choreografen Léonide Massine direkt am See in die Villa Belle Rive einmietete. Man sprach über Kubismus,...
