leipzig on tour
Ein Schelm, wer bei diesem Titel Böses denkt. Nein, Joshua Monten geht es tatsächlich um Hunde. Der sprachbegeisterte Schweizer mit dem ausgeprägten Faible für Andersartigkeit hat bereits vor zwei Jahren mit seiner Produktion «About Strange Lands and People» Fremdbegegnungen inszeniert und dazu die Gebärdensprache als Inspirationsquelle seiner Choreografie ins Spiel gebracht.
Artfremdes trifft auch in seiner jüngsten Kreation «Doggy Style» aufeinander.
Zu minimalistischen Klavierklängen, Samba-Rhythmen oder vor der Geräuschkulisse eines sommerlichen Parks entwickeln die vier jungen Darsteller – zwei Frauen und zwei Männer – aus behutsam wiederholten Gebärden in zunehmender Intensität die Bewegungssprache jener vierbeinigen Spezies, die seit jeher in einem ganz besonders engen Verhältnis zum Menschen steht. Ein Verhältnis, das Joshua Monten (der selbst übrigens kein Hundebesitzer ist) vor allem deshalb fasziniert, weil es nachhaltig, liebevoll, aber auch von essenzieller Ungleichheit bedingt ist.
Topdog, Underdog: Die Hand einer Darstellerin macht vor, was die übrigen Tänzer sodann mit dem ganzen Körper Gestalt werden lassen: auf Hierarchie und Dressur beruhende Interaktionen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz August-September 2015
Rubrik: kalender, Seite 44
von Marc Staudacher
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
____Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin ____Redaktion Hartmut Regitz,
Dorion Weickmann, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Sofie...
Das Moskauer Bolshoi-Theater ist ein Symbol Russlands, das in der ganzen Welt vor allem für seine Ballettkom- panie bekannt ist, die sich hauptsäch- lich aus ehemaligen Studenten der Staatlichen Akademie für Choreografie zusammensetzt. Die Akademie wurde 1773 gegründet und ist damit das älteste Theaterausbildungsinsti- tut der Hauptstadt. Oft wird sie als...
It‘s done. Nach einem ersten Anlauf in St. Pölten (tanz 1/15) und einer Arbeitsphase in Darmstadt hatte nun tout Berlin beim Festival «Foreign Affairs» das Vergnügen, die Vollendung zu betrachten, einer Überwältigung beizuwohnen und einen Gänsehautfaktor zu erleben, den der Israeli mit Wohnsitz London ähnlich wie seine Landsfrau Sharon Eyal aus der Clublandschaft...
