Maren Witte
Maren Witte studierte Literatur- und Kulturwissenschaft in Freiburg, Berlin und Berkeley (USA), wo sie auch Tanztechniken wie Release, Contact Improvisation und Tango Argentino trainierte. Sie promovierte an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit über die Wahrnehmung und Wirkung von Bewegung im Theater Robert Wilsons. Ihre Studien setzte sie über Tango und Salsa fort. Sie ist freischaffende Dramaturgin und spezialisiert sich auf Methoden der Vermittlung im Tanz. www.tanzdramaturgie.de
Am Berliner Dock 11 unterrichten Sie «Dramaturgie Coaching».
Was ist das? Meine Kollegin Christiane Berger und ich bieten in dieser Reihe Nachwuchs-Choreografen die Möglichkeit, zusammen mit uns und anderen Teilnehmern auftretende Schwierigkeiten bei der Entwicklung choreografischer Arbeiten zu lösen.
Was heißt Coaching genau? Die Idee gibt es bereits an Universitäten und heißt dort Kolloquium: Ein Teilnehmer des Kolloquiums stellt sein Projekt – eine Magisterarbeit oder eine Doktorarbeit – und die damit verbundenen Probleme vor. Im Plenum wird dann gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Da ich der Ansicht bin, dass wissenschaftliche und künstlerische Projekte in ihrer Entstehungsphase ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Glenn Gould habe sich die Musik zuerst in seinem Inneren ertanzen müssen, notierte ein Kritiker über das Spiel des berühmten Pianisten. Wahrscheinlich liegt es an dieser besonders massiven Präsenz eines Künstlers in der von ihm interpretierten Musik, dass der Tanz an diesem Abend unsere Aufmerksamkeit nur schwer fesseln kann. Glenn Gould gilt das Interesse des...
Tomasz Kajdanski ist nicht zu halten. Zwar wird er noch ein Jahr in Eisenach und Meiningen als Ballettdirektor walten. Für das Anhaltische Theater Dessau schmiedet er aber schon Pläne. Anders als sein Vorgänger Gregor Seyffert will er ab 2009/10 am Ort permanent präsent sein und mit seinen zehn bis vierzehn Tänzern neben dem eigentlichen Theater auch die...
«Tanzsport?!»
«Ist ein Begriff, den vornehmlich Standardtänzer benutzen. Für Choreografen scheint der Vergleich von Sport und ihrer Kunst eher den Tatbestand einer Beleidigung zu erfüllen.» Sagt Nick Hobbs. Der Choreograf. Frei machen vom «Sportlichen» kann sich der Tanz eh nicht. Nur Menschen, die sich nicht gern bewegen, tanzen nicht. «Sport ist ein Teil des...
