William Forsythe: "Fivehold" in Dresden/Hellerau
Schwarz ist der Raum, den William Forsythe bis in die lichte Höhe des Festspielhauses hochgezogen hat. Weiß der Boden, der die Tänzer des Ensembles wie Elementarteilchen eines turbulenten Tableaux erscheinen lässt. «Fivefold» nennt der Künstlerische Direktor der Forsythe Company seine Uraufführung, mit der er endlich in seinem zweiten Domizil, in der «Gartenstadt» Hellerau angekommen ist: kein simples Stück Tanz, sondern ein höchst komplexes Ganzes, das der gefalteten Zeit immer wieder andere Bewegungsknicke abgewinnt.
Marthe Krummenacher eröffnet und beschließt die Uraufführung, die keine halbe Stunde dauert. Und sie ist es denn auch, auf die alle achten: Impulsgeberin einer Choreografie, deren Konstellationen sich ständig verändern. Denn was auf den ersten Blick wie eine grandiose Improvisation wirkt, ist in Wahrheit ein kalkuliertes, überaus kompliziertes Konstrukt. Immer wieder angestoßen, immer wieder herausgefordert von veränderten Strukturen, wechselt das sensible Chaos fortwährend seine Gestalt. Und mal vereinzelt in Solo-Auftritten, mal verfestigt in fünffachen Dreier-Formationen, fügt sich eine Szene zur anderen: ein kraftvolles Kontinuum, das von allen Beteiligten ...
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«Er ist einzigartig», meint Alex Ursuliak im Souvenirprogramm. Der ehemalige Direktor der Stuttgarter John Cranko-Schule hegt keinen Zweifel: «Es gibt nicht die geringste Spur der Kopie eines anderen, und man sollte ihn auch mit niemandem vergleichen. Er ist definitiv: Vladimir Malakhov.» So feiert der Intendant des Staatsballetts Berlin sein 20-jähriges...
Schon ihre «Giselle: Reloaded» für das Ballett des Saarländischen Staatstheaters hat hohes Lob bekommen und der Choreografin sogar eine Nominierung für den renommierten Prix Benois de la Danse eingebracht. Donlons neuste Klassiker-Produktion knöpft qualitativ nahtlos an ihren Vorgänger an.
Die Choreografin hat Prokofjews «Romeo und Julia» intelligent verschlankt...
«Schluss jetzt! Macht endlich diese Musik aus!» Da können die jungen Männer in den verwaschenen Jeans und den schlabberigen T-Shirts noch so protestieren, der uniformierte Wachmann bleibt stur. Stellt sich breitbeinig mitten auf die Tanzfläche, die Hände fest in die Hüften gestemmt. «Ihr stört die Kunden, das ist doch keine Disko.» Langsam und widerwillig löst sich...
