Diana schafft London nicht
Mit den Ikonen ist das so eine Sache: Sie leben und leben fort. Und wenn sie nicht gestorben sind ... Es sei denn, sie werden (aus dem) weg-geheiratet. Wie Diana. Die Ex-Prinzessin von Wales und In-Prinzessin der Herzen. Eine sichere Bank, dachte Peter Schaufuss, der Choreograf von «Diana – The Princess. A Celebration». Das Ballett hätte im Vereinigten Königreich zum Renner werden sollen, machte aber seinen Weg nicht über Manchester hinaus.
Hat die Ikone an Glanz verloren – oder Peter Schaufuss ein schlechtes Ballett geschaffen?
Beides.
Peter Schaufuss und seiner Diana ist eine Prinzenhochzeit in den Weg gekommen. Keine Märchenhochzeit, sondern eine normale zivile Trauung. Die hat die Haltung der Briten zu Prinz Charles und seiner langjährigen Geliebten Camilla Parker Bowles so verändert, dass die Diana-«Celebration» vorläufig nicht wie vorgesehen ins Londoner West End kommt, wie die PR-Agentur Borkowski bestätigt.
Das ist kein Unglück: «Diana – The Princess» ist so geschmacklos, dass es schon fast wieder lustig ist: Diana tänzelte in Weiß als Unschuldslamm mit frommem Augenaufschlag von Todkrankem zu Todkrankem, und ein jeder erwacht unter ihrer Hand, während Camilla mit der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es kann tragisch sein oder vor Leichtigkeit blitzen. Das autobiografisch-nostalgische Herrensolo fand gleich zwei prominente Vertreter auf den Rencontres Chorégraphiques Internationales de Seine-Saint-Denis. Anita Mathieu hatte ein ironisches Händchen, als sie auf Hooman Sharifi die Enthüllungen des Nasser Martin-Gousset folgen ließ. Wiegen die Zweifel eines...
«Guck’ mal, was die Frau da macht». Der Vater schiebt sein Kind vor ein Ladenlokal in einer Nebenstraße der Essener Innenstadt. Eine Schaufensterpuppe legt ihre Hand gegen die Scheibe. «Sind die echt?», fragt der Kleine. Der Schweiß ihrer Hände kondensiert gegen das Glas. Die Ware lebt, doch wahre Kunst darf man nicht anfassen. Sie ist unverkäuflich, sie hat einen...
Bis ins 7. Jahrhundert stritten sich Römer und Wisigothen (Westgothen) um die Vorherrschaft zwischen Nîmes und den Pyrenäen, mordeten und brandschatzten. Kriegsherren kämpften heute gemeinsam, morgen gegen den eigenen Bruder. Sieben bedeutende Städte umfasste die Region. Doch dass die Römer sie wirklich als «Septimania» führten, ist eher ein Gerücht. Aber der Name...
