glückliche liebschaft
Jörg Mannes, Sie haben an Ihrer gegenwärtigen Wirkungsstätte, der Hannoveraner Staatsoper, zum vierten Mal in Ihrer Laufbahn ein Ballett «Gefährliche Liebschaften» herausgebracht. Inwiefern unterscheidet sich diese neue Produktion von den vorangegangenen?
Der Stoff lässt mich einfach nicht los. Die Urfassung entstand 2002 in Bremerhaven mit neun Tänzern. Dieses Ballett habe ich 2004 für die Kompanie des Badischen Staatstheaters Karlsruhe erweitert und dabei ein paar Szenen umgestellt.
Am Landestheater Linz, ebenfalls 2004, war es recht ähnlich wie in Bremerhaven, wenngleich auch mit veränderter Szenenfolge. Bisher gab es also jeweils kleinere choreografische Veränderungen, aber diesmal ist ein komplett neues Ballett entstanden.
Die «Gefährlichen Liebschaften» basieren auf dem gleichnamigen Briefroman von Pierre Ambroise François Choderlos de Laclos, einem französischen Schriftsteller des 18. Jahrhunderts. Der Stoff wurde verfilmt, diente als Vorlage für das Theaterstück «Quartett» von Heiner Müller. Was fasziniert Sie daran?
Die Geschichte hat etwas Universelles. Aufmerksam geworden auf den Stoff war ich durch die beiden Verfilmungen von Stephen Frears (1988) und Milos Forman ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die nordischen Länder beenden ihre über ganz Skandinavien und das Baltikum organisierte Plattform «keðja» unter dem Vulkan Eyjafjallajökull mit der selbstkritischen Frage, ob man tatsächlich die Rolle des Tanzes in den Kommunen seit dem ersten Treffen 2008 hat nachhaltig stärken können. Hauptprogramm dieser Gipfeltreffen ist natürlich die Darstellung der Szene vor...
Die in Stockholm ansässige Lilian Karina Foundation, gegründet von der 1940 nach Schweden emigrierten Ausdruckstänzerin Lilian Karina (1907–2007), hat zum ersten Mal ein Forschungsstipendium vergeben. Ausgeschrieben für Projekte im Bereich von Tanz und Politik, geht die Zuwendung in Höhe von 70.000 Schwedischen Kronen an Laure Guilbert, Lektorin für Tanz an der...
Jo Strømgren fand seine choreografischen Markenzeichen in geschlossenen Gesellschafts- und Menschengruppen. In «The Department», «The Hospital», «The Convent», «The Consulate», «The Society» ging es um verfallende Ideale und ein einsames Sektierertum, das blind ist für die Welt ringsum, das auf Sonderlinge setzt, auf grobe Figuren, die Strømgrens Rohdiamanten sind...
