Louis Thuriot

Tanzakteure mit den besten Aussichten

Tanz - Logo

Mit «Peeping Eye» stellte sich der 21-jährige niederländische Tänzer Louis Thuriot Anfang des Jahres bei einem Gastspiel am Staatstheater Mainz vor. «Peeping Eye» heißt so viel wie «mit voyeuristischem Blick etwas anschauen». Das taten dann vor allem die Zuschauer. Denn das Duo von Louis Thuriot, das er zusammen mit Borna Babic einstudierte, überzeugt nicht nur mit tänzerischer Finesse und zirkusreifen Einsätzen, sondern auch durch seinen Inhalt. Es geht um die Ignoranz in der Gesellschaft und die Interaktion zwischen Menschen.

Und das nicht bierernst, sondern mit einer gehörigen Portion Humor auf die Bühne gebracht. 

Das Spiel mit Emotion und Ehrlichkeit gehört für Louis Thuriot zu den wichtigen Parametern im Tanz. Der Nachwuchsmann, der bei Codarts in Rotterdam studierte, wird in der nächsten Spielzeit Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz. Was ihn daran reizt? «Die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Choreografen zu arbeiten, die Werke speziell für die Kompanie und mit der Kompanie entwickeln.» So kann er viele verschiedene Handschriften kennenlernen. An Mainz selbst gefällt ihm die offene Atmosphäre und natürlich der gute Wein der Gegend. 

Überhaupt ist Louis Thuriot ein ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2018
Rubrik: Hoffnungsträger, Seite 174
von Natali Kurth

Weitere Beiträge
Digital Natives

Der Duft von Pfannkuchen. Die Art, wie der Wind riecht. Wie die Diele knarzt. Wie sich der Boden unter den Füßen anfühlt. Wen wir zum Reden suchen, wenn wir in Sorge sind. Mit wem wir Freude teilen, wenn sie zu viel ist für einen allein. Ein Gericht. Der Gruß des Nachbarn. Ein Lied. Dass der Bäcker weiß, welches Brot wir lieben. Wie wir feiern. Die Chefin der...

Oona Doherty

Ihre Performances gehen auf direktem Weg ans Eingemachte. Inzwischen lässt Oona Doherty die viszerale Intensität, die sie als Performerin auszeichnet, auch in eigene Choreografien einfließen: glühende, aufrichtige Porträts männlicher und weiblicher Identitäten, geformt unter dem Schmiedehammer der Gesellschaft. Ihr Stück «Hope Hunt» brachte den choreografischen...

Naoko Tanaka

Streng genommen hat Naoko Tanaka keine Ahnung von Tanz. Sie studierte Malerei und Bildende Kunst in Tokio und Düsseldorf. Vielleicht gerade deshalb und umso mehr überzeugt die künstlerische Inspiration durch das flüchtige Medium, die sie seit 2011 auf faszinierende Weise in installative Bühnenkunst umsetzt. Dabei ist ihre Definition von Choreografie so simpel wie...