vorschau
im jahrbuch: große gefühle
Das Gefühl, berührt zu werden – ohne Abwehr, ohne Einmischung des Verstandes, gehört
zu den existenziellen Erfahrungen, die der Bühnentanz beschert. Er kann zur Hingabe
verführen, indem er unseren Augen schmeichelt – oder ganz andere Techniken in
Anschlag bringt.
Wie erzeugt das Theater Gefühle, welche Rolle spielt dabei der Körper,
die Choreografie, das Sujet, die Musik – und was geschieht dabei in den Tänzern, im
Publikum? Wie kann Distanz ganz unverhofft Nähe herstellen? Solchen Fragen gehen wir
im Jahrbuch nach, das am 21. August erscheint. Dazu ermitteln wir in der Kritikerumfrage
die besten Tänzer, Choreografen und Produktionen der Saison.
im oktober: 25 jahre einheit
in Deutschland. Der mit der Wende berühmt gewordene Choreograf Jo Fabian macht
sich heute Sorgen um unsere Sorglosigkeit, während den Autor Ivan Stanev die
ewige Sehnsucht nach dem Gestern schreckt. Zu Besuch bei zwei Künstlern, die ein
Vierteljahrhundert nach der Vereinigung noch immer die etwas andere Perspektive auf
diese Republik pflegen. In Jo Fabians Worten: «Wenn wir vorauseilend bis in die Ästhetik
hinein uns anpassungsfähig machen, bekommen wir es gar nicht mehr mit, wie sehr wir in
unsere ...
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Tanz August-September 2015
Rubrik: service, Seite 80
von
_____deutschland
On tour
Rasta Thomas und seine Bad Boys of Dance präsentieren «Romeo and Juliet» als Rockballett: Hamburg, Thalia Theater, 28. Juli – 2. Aug.; München, Prinzregententheater, 4.–16. Aug.; Essen, Colosseum, 18.–20. Aug.; Dortmund, Konzerthaus, 21.–23. Aug.; Frankfurt, Alte Oper, 25.–30. Aug.
rock-the-ballet.de
Aachen
«Auf dem Sprung – Festival Junger...
«Peters – Tanzarchiv» steht auf dem Klingelschild – seit mehr als 40 Jahren. Seit das Ehepaar Peters in die Wohnung in dem grün-weißen Haus am Brüsseler Platz in Köln eingezogen ist. «Aber es ist schon lange nichts mehr hier», stellt Gisela Peters klar und weist mit dem ausgestreckten Arm in die Wohnung. Und die proppenvollen Regale? «Alles Bücher, die nichts mit...
Im Koordinatensystem des choreografischen Kulturbetriebs sind die Rollen klar verteilt. Kritiker verreißen Tanz, Essayisten beflügeln ihn. Und Choreografen wie Interpreten machen ihn. Eigentlich. Es gibt indes Ausnahmen wie Adam Linder. Denn einer wie der Berliner aus den USA ist in diesem Modell nicht vorgesehen. Der nämlich schnappt sich Versatzstücke aus...
