Tänzerin des Jahres
«Nimm dir, was du willst.»
Sylvie Guillem
«Wie Champagner!»
Rudolf Nurejew über Sylvie Guillem in seiner Fassung von «Don Quixote»
«Wie könnte man nicht von ihr verblüfft sein? Sie bringt ein großes Geschenk mit – so groß, dass es, was unsere Wahrnehmung der Möglichkeiten des Tanzes betrifft, eine neue Ära begründet und geprägt hat. Ich bin von der Intelligenz ihrer Kunst vollkommen fasziniert. Sie hat das Bein nicht hochgehoben, weil sie es konnte.
Es war eine Idee! Eine ästhetische Entscheidung, die sie getroffen hat – und damit hat sie den Tanz verändert.»
William Forsythe
«Es gibt nicht viele Leute auf der Welt, die ich bewundere – aber wenn es um Tanz geht, steht Sylvie auf meiner Liste ganz oben. Sie besitzt eine profunde Fähigkeit, Wahrnehmungen zu verändern und den Geist der Zeit, in der wir leben, einzufangen.»
Alexander McQueen, Modemacher und Kostümbildner für Guillem
«Sie ist, wie alle großen Künstler, ein Kind – voller Neugier. Sie ist eine Pionierin, sie will sich selbst ständig herausfordern.»
Akram Khan
«Ihr Körper hat eine fragile Struktur. Da ist nicht alles nur funkelnd und messerscharf. Vielmehr gibt es da auch die Qualität der Verletzlichkeit – und das ist sehr ...
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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 126
von
Keiner springt mit solchem Wagemut wie er. Da ist nicht mal der Bruchteil eines Zögerns. Also los! Die langen Beine zum Froschsprung angezogen. Runter vom Tisch. Der Frau in die Arme. So muss es sein, wenn man sich Hals über Kopf in eine Beziehung stürzt. Es könnte er oder sie, es könnten auch beide dabei draufgehen. Aber sie fängt ihn auf. Man ist so nah dran, bei...
Tanz verhandelt den Körper im Spannungsfeld von gelebter Materialität und sozio-historischem Konstrukt. Seit den früher 1990er-Jahren haben Choreografen den Dualismus von Körper/Geist hinter sich gelassen und ein prozessuales Verständnis vom Körper als einem dynamischen System wechselseitigen Austauschs entwickelt. Anders als der virtuose, unverwundbare,...
Dem Tanz haftet – vielleicht wie keiner anderen Kunstform – der Nimbus einer universellen Sprache an. Grenzüberschreitend soll er die Menschheit verbinden und – so die Mission des Welttanztages der UNESCO – zum Weltfrieden führen. Der 29. April dient alljährlich dazu, «alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität...
