Streetdance 3d

gilt als der erste Tanzfilm, der nur mit Brille genießbar ist.

Tanz - Logo

Ob Klassik mit Krumping, Breakdance mit Johann Sebastian Bach zusammengeht, das ist keine Frage. Christoph Hagel hätte andernfalls nie in der Berliner Nationalgalerie die Flying Steps samt der japanischen Ausnahmetänzerin Yui Kawaguchi zu Bachs «Wohltemperiertem Klavier» auftreten lassen.

Auch keine Kinoproduktion, noch dazu im Hochpreisniveau der 3-D-Technologie, würde es wagen, Street­dance mit Ballett zu vermählen, wenn nicht ausgemacht wäre, dass die vermeintliche Oberklassenkunst Ballett und die vermeintliche Unterschichtenkunst Streetdance bis zur Ununterscheidbarkeit kombinierbar sein müss­ten. 
 

Im neuen Kinofilm «StreetDance 3D» entsteht so die Fallhöhe. Es habe sich unter fortschrittlichen Ballettpädagogen herumgesprochen, so die These, dass eine Ballettjugend, damit sie die Klassik nicht bloß übe, sondern auch lebe, in die Klubs ihrer Generation gehöre. Das bewies schon das Staatsballett Berlin in einer Liaison mit dem Megaclub Berghain. Gegen den Widerstand der ewig gestrigen Puris­ten des Balletts erlaubt hier Charlotte Rampling einer Streetdance-Gang, in den heiligen Hallen ihrer Schule in London die Eleven mit Breakdance so locker zu machen, dass sie bei einer ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2010
Rubrik: Medien: Im Kino, Seite 54
von Arnd Wesemann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Robert North

unterschreibt an seinem 65. Geburtstag am 1. Juni einen Vertrag, der ihn für fünf Jahre in die Position des Ballettdirektors an den Vereinigten Städtischen Bühnen von Krefeld und Mönchengladbach hievt. Diese Position hatte er schon 2007 für wenige Monate innegehabt, bevor er Leiter der Ballett-Akademie München wurde und sich in Krefeld/Mönchengladbach nur noch...

Anu Viheriäranta

Selten musste sich eine Kompanie derart sputen, eine Tänzerin zu befördern, wie das Niederländische Nationalballett in Amsterdam. Dort tanzte die 28-jährige Finnin Anu Viheriäranta bislang die zweite Besetzung. 1998 gewann sie zwar den «Prix de Lausanne» und zog an die Royal Ballet School nach London. Ab August wird die seit 2005 in Amsterdam lebende Ballerina aber...

Wie eine Tanzstadt entsteht

Gérard Violette, der das Théâtre de la Ville etablierte, hat sich aus Paris zurückgezogen. Guy Darmet gibt in Lyon die Leitung von Biennale und Maison de la Danse ab, um seinen Lebensmittelpunkt wahrscheinlich nach Brasilien zu verlagern. Damit hat Frankreich nur noch einen aktiven Kurator aus der Gründerzeit des Tanzkults: Jean-Paul Montanari in Montpellier. Wie...