Sacromonte
Zu Füßen der Sierra Nevada liegt Granada, eine geschichtsträchtige und imposante Stadt, die allerorten die maurische Vergangenheit Spaniens ins Gedächtnis ruft. Mit dem Fall des Emirats von Granada im Jahr 1492 gelang den katholischen Monarchen Ferdinand II. von Aragon und Isabella I. von Kastilien die vollständige Reconquista (also Rückeroberung) Spaniens und damit die Vereinigung des Landes -unter dem Banner des Christentums.
Wenngleich alle nicht-christlichen -religiösen und kulturellen Strömungen fortan in den Untergrund gezwungen wurden, überlebten doch bedeutende Relikte aus Granadas maurischer Zeit: die Alhambra etwa, jene berühmte Stadtburg auf dem Sabikah-Hügel, oder die weißgetünchte maurische Siedlung des Albaicín, ein labyrinthisches Viertel mit halsbrecherisch steilen Kopfsteinpflasterstraßen, die den Sabikah-Hügel mit dem San-Cristobal-Hügel verbinden. Durch die Jahrhunderte entwickelte sich der Streifen Land zwischen den beiden benachbarten Erhebungen zu einem Schmelztiegel, in dem Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Ethnien zum Entstehen eines absolut einzigartigen kulturellen Gepräges beitrugen, das nachhaltige Auswirkungen auf die andalusische und ...
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Tanz Oktober 2018
Rubrik: Traditionen, Seite 54
von Justine Bayod Espoz
Von allen Staatsballetten ist das in Gera/Altenburg das kleinste. Wenn man größere Sprünge plant, muss man sich deshalb etwas einfallen lassen. Und Silvana Schröder ist etwas eingefallen: Das Thüringer Staatsballett selbst wird zwar nicht aufgestockt, aber künftig können zusätzlich zwölf Tänzer und Tänzerinnen eine Aufführung wie die «Giselle» (geplante Premiere am...
Aljoscha Tursan
In Kuba, im Barrio Chino, dem Chinatown von Havanna, findet sich dieses Wandbild. Geschaffen hat es ein Tänzer aus Deutschland: Alexej Aljoscha Tursan, Sprössling der Heinz-Bosl-Stiftung in München. Nachts ging er als «Trainbomber» über die Gleise, mit den Sprühdosen aus dem Spind. Tagsüber drohte ihm infolge Verschlafenheit ständiger Rauswurf,...
Auf der Bühne war er ein Riese (über 1,80 Meter groß), doch leicht wie ein Schmetterling. In seinen Choreografien konnte Paul Taylor --A und Z – Alltagsbewegung und Zeremoniell – nebeneinanderstellen. Als Mensch blieb er seinen Kollegen dagegen keinen Buchstaben des Alphabets schuldig. Er war Student und zugleich Star, Mitarbeiter und Meister, Bruder und...
