«Melt Festival» in Ferropolis bei Dessau, Foto: everfest
Kunstbooster Festival
Achttausend Menschen fasst das griechische Epidaurus-Theater, und das seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. Es ist der älteste Festivalort der Welt. Seit zwei Jahren ist Matthias von Hartz dort Programmmacher. Der 47-Jährige kuratierte von 2006 bis 2011 das «Impulse»-Festival in NRW, leitete bis 2012 das «Internationale Sommertheaterfestival» auf Kampnagel in Hamburg und bis 2016 die «Foreign Affairs» in Berlin. Derzeit ist er beim «Manchester International Festival» und beim «Athens & Epidaurus Festival» tätig.
2018 übernimmt er das «Zürcher Theater Spektakel». Jedes Mal ist es ein anderes Festivalkonzept. Welchem gehört die Zukunft?
Matthias von Hartz, wie fühlt es sich an, als Deutscher im ältesten Festival Griechenlands zu agieren, dem «Athens & Epidaurus Festival»? Gut. Danke der Nachfrage. Es ist vor allem ein sehr großes Festival, das auch «Greek Festival» oder «Hellenic Festival» genannt wird. Es hatte zwei Zentren, die antiken Theater in Epidaurus und das römische Amphitheater gleich unter der Akropolis. Weil die Akustik nicht so gut ist wie in griechischen Theatern sonst, sagen die Griechen halt «römisch». Später kam Epidaurus anderthalb Stunden südwestlich von Athen hinzu, das ...
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Tanz Jahrbuch 2017
Rubrik: Labore der Zukunft, Seite 58
von Arnd Wesemann
Der Körper scheint als Medium zunächst ganz ungeeignet für Utopien. Während die Literatur eine utopische Zukunft projizieren kann, fehlt dem Körper ein solcher Zukunfts-Modus. Auch ist die im Utopiebegriff implizite Unmöglichkeit zumindest mit einem lebendigen Körper nur schwer vereinbar. Wir können Utopien in Geschichten und Traktaten erdenken. Wenn sie den Körper...
Sie fällt auf, denn sie hat ein Gesicht, keine hübsche Larve. Die Myrtha, das war heuer Prisca Zeisels erstes großes klassisches Rollendebüt am Bayerischen Staatsballett. Bereits im März ist die 22-Jährige zur Solistin befördert worden. Sie schlug einen sofort als eine Wilis-Königin von gläsern-unnahbarer Schönheit mit gefrorenem Herzen in ihren Bann. Schon davor...
«Уважающим себя хореографам следовало бы учитывать, что каждое па – это шаг в будущее. Chorégraphes qui se respectent devraient prendre en considération que chaque pas est un pas dans l’avenir.» Das ist ein Satz, den Serge Diaghilew, laut Boris Kochno, am 17. August 1929, also zwei Tage vor seinem Tod, in Venedig Kochno anvertraut haben soll & den ich, Giselle...
