YouTube
Tanzvideos im Internet
Vor zwei Jahren war es noch ein Internet-Club für Hobbyfilmer. Heute ist YouTube das audiovisuelle Massengrab der Popkultur. Hierher wird immer mehr Tanzkunst verschleppt. Zur allgemeinen Gaudi. YouTube gilt als die größte Internetplattform für private Videos. Jeder kann sein Gefilmtes von maximal zehn Minuten Länge einstellen, sofern er oder sie sich registrieren lässt und weder Schweinkram noch Werbung zeigt. Unter den vielen abgefilmten Begebenheiten findet sich auch Tanz – im ganz weiten und im sehr engen Sinn.
Und für wen ist das gut?
Für diese drei Jungs sicherlich, die wir im Pool sehen, wie sie in Geld schwimmen. Ihre Geschichte erzählt von ihrer Idee, von vielen Leuten, die mitmachten, und vom Googlegott, dem das Treiben wohlgefällig war und der das Ding seinem Universum einverleibte. Dafür kassierten die Gründer von YouTube 1,65 Milliarden Dollar (in Aktien). Ebenso unvorstellbar zahlreich sind die Leute, die sich auf ihrer Internetplattform tummeln: Siebzig Millionen pro Monat; und es werden immer mehr. Aber jeder, der YouTube täglich anklickt, zählt jedes Mal neu. Sie sind nicht ganz echt, die Zahlen. Wie vieles in diesem perform-verformten ...
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Erst mal zuhören. Der Abend beginnt mit einer stillen Huldigung an den Meister des Jazz, den seine Verehrer «J. C.» nannten, wie den Christ. Dann erscheint Emanuel Gat. Steht im Wind der Zeit, im Sturm der Bläser.
Er fühlt. Alles. Er tanzt nicht zu John Coltrane, sondern er ist die Musik. Er krallt sich hinein in den Fluss der Rhythmen, bis in die intimen...
Immer wieder stößt sie gegen den Tisch, als wär' er eine Wand: ein traumatisches Erlebnis, von Susanne Linke 1985 in ein bewegtes, bewegendes Bild gefasst. Im Kindesalter kämpfte ihr Körper gegen seine Sprachlosigkeit an: eine falsch behandelte Meningitis kostete der Tänzerin fast das Gehör. Sich erinnernd, tanzt sich Susanne Linke Schritt um Schritt von ihrer...
Aus Kindern werden Leute. Aber verändern sich deswegen ihre Verhaltensweisen? Ioana Mona Popovici, rumänische Choreografin in Prag, erforscht in ihrer ersten Arbeit für die tschechische Tanzgruppe Nanohach zunächst spielend soziale Mechanismen unter jungen Menschen, um sie – nach einem Moment der Besinnung – mit den ganz und gar nicht so harmlosen «Spielchen»...
