freiheit
Zahlreiche, meist sehr freundliche Nachrufe sind zum Jahreswechsel auf den «Tanzplan Deutschland» erschienen. Bei vielen lösen sie ein gewisses Bedauern aus: «O Gott, wo geht er denn nun hin, der zeitgenössische Tanz?» Gegenstimmen gibt es auch. Sie freuen sich, jetzt sei es mal gut mit einem Tanzprogramm, bei dem sich komplizierte Bürokratien kommunaler und staatlicher Fiskalverteiler zusammensetzen müssen, nur um Künstlern überhaupt die Freiheit zur Kunst schenken zu können. Ist Freiheit so kompliziert? Tja, es scheint so.
Manchmal hat man aber auch Glück.
Dann trifft man auf eine wirklich andere Meinung. Sie geht so: Jede Politik neige dazu, immer nur diejenige Kunst zu tolerieren, die ihren eigenen Interessen diene. Diese Ansicht vertritt die Choreografin Amy Rahman aus Bangladesch.
Das mag weit weg sein, auch wenn Bangladesch, eine Abspaltung von Indien, die Bengalen derart in Ost und West teilt wie einst die Deutschen. In diesem Land setzt man wie die meisten Nationen auf identitätsstiftende Kunst, die man wie überall «Klassik» nennt. Hier wie da steckt(e) das nation building hinter den ursprünglichen Absichten der Kulturförderung, um wahlweise Identität zu behaupten und zu ...
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Tanz Februar 2011
Rubrik: praxis, Seite 64
von Arnd Wesemann
...wird neuer Chef der Compañía Nacional de Danza und damit Nachfolger von Nacho Duato, der nach St. Petersburg abgewandert ist. Der 1969 geborene Martínez kam 1988 an die Ballettschule der Pariser Opéra und wurde 1997 zum étoile der berühmten Kompanie ernannt. Seit einigen Jahren choreografiert er auch. Martínez beginnt sein Direktorenamt im September und soll...
In Köln finden im Studio 11 von Caroline Simon zwei Workshops statt: von Angus Balbernie («shaping now and then again questioning it again, a bit later on», 12. Febr.) und von Andrew Morrish («movement, voice and imagination», 13. Febr.).
carolinesimon.com
In Dresden gibt die brasilianische Choreografin Lia Rodrigues Unterricht anlässlich ihrer Werkschau im...
Bitte kurz etwas zu Ihrem beruflichen Werdegang.
Ich lernte Ballett und Modern Dance und studierte an der Schule von Martha Graham in New York. Die Technik passte gut zu mir, bei der richtigen Lehrerin verstehst du, dass es nicht um hart oder krampfig geht. Nach der Arbeit mit diversen Choreografen ging ich zurück nach Triest, fing an zu unterrichten und suchte...
