david iglesias

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Vieles fügt der Zufall. David Iglesias aus Barcelona zeigte 2012 beim Berliner «Tanzolymp» zwei Variationen: die des Blauen Vogels aus «Dornröschen» und jene aus dem Pas de trois in «Schwanensee» – und wurde bemerkt. Die Staatliche Ballettschule Berlin köderte ihn mit einem Stipendium. Das änderte sein Leben. Drei Jahre bauten Lehrer der hauptstädtischen Kaderschmiede ihn, der seit Kindesbeinen Tanzunterricht hat, technisch, stilistisch, als Persönlichkeit auf. Studentenehrgeiz und Pädagogeneinsatz trugen Früchte.

Bereits in der schuleigenen Inszenierung von «Le Corsaire» 2013 trat er mit dem spielintensiven Part des Sklavenhalters Lanquedem angenehm in Erscheinung.

Ein Jahr später vertraute ihm Gregor Seyffert die akrobatisch virtuose Hauptrolle in seiner Adaption des «Kleinen Prinzen» an: den Piloten Saint-Éxupery, der als Rahmenfigur das Geschehen tänzerisch begleitet. David Iglesias, der feinnervige Klassiker mit Gespür für Form und Linie, bewältigte auch diese Herausforderung beim Gastspiel in Riga mit Bravour. Dann der Tiefschlag: Probleme mit dem Meniskus, Operation, mehrere Monate Trainingsverlust. Iglesias wäre nicht der Kämpfer, hätte er dieses Defizit nicht wettgemacht. ...

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Tanz Jahrbuch 2015
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 166
von Volkmar Draeger

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