Hip-Hop al Barocco
Lange hat der Hip-Hop kein Opernhaus von innen gesehen. Dabei liegt einer der bekanntesten Treffpunkte für B-Boys in Frankreich unter den Arkaden der Opéra von Lyon. Doch das brachte die Breaker nicht unbedingt dazu, die Türen aufzustoßen. Auf die Idee, ihnen die Türen zu öffnen, weil urbaner Tanz selbstverständlich auch auf einer Opernbühne stattfinden kann, kam erst recht niemand. Immerhin: Heute ist das Tabu längst und mehrfach geknackt, jüngst wieder in der Hauptstadt, an der Pariser Opéra Bastille – also just dort, wo 1789 die Revolution mit dem Sturm auf die Bastille begann.
Stéphane Lissner, seit 2014 Generalintendant, vertraute dem jungen Regisseur Clément Cogitore und der Choreografin Bintou Dembélé die Inszenierung von Jean-Philippe Rameaus Ballett-oper «Les Indes galantes» (1735) an, zur Eröffnung der neuen Opernsaison.
Cogitore hatte 2017 auf sich aufmerksam gemacht, als er ein Video für die «3e Scène», das Digitalportal der Pariser Oper, drehte und dafür auf der Opernbühne eine Horde Krump-Tänzer und B-Boys zur Apotheose von «Les Indes galantes» versammelte, einem «Rondeau», also Rundtanz namens «La danse du Grand Calumet de la Paix», den «les sauvages», sprich: die ...
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Tanz Januar 2020
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Thomas Hahn
Auditions
Ballett Mainfranken Theater Würzburg
Ballettdirektorin: Dominique Dumais
Solotänzer (w/m) für die Spielzeit 2020/21
Audition (nur auf Einladung): 3. Februar
Bewerbung an: ballettdirektion@mainfrankentheater.de
Fortbildungen
SNDO | Academy of Theatre and Dance, Amsterdam University of the Arts
Bachelor in Choreography
Auditions: 26–28 March 2020
www.sn...
Bei Männern kennt Myrtha bekanntlich kein Pardon. Welches Mannsbild sich auch immer in den Wald wagt, es wird von ihren Wilis zu Tode getanzt. Gnadenlos. Eiskalt führt Elisa Carrillo Cabrera in der Deutschen Oper Berlin ihre weißen mörderischen Frauen an, auf dass sie Hilarion, diesem Dummkopf, den Rest von Atem nehmen. Unberührt, entrückt schaut sie ins Publikum,...
Der montierte Mensch
Zuletzt beschäftigte sich William Forsythe (tanz 12/19) im Museum Folkwang mit dem menschlichen Körper im Verhältnis zu Raum und Zeit. In einer neuen, groß angelegten Ausstellung steht bis zum 15. März «Der montierte Mensch» im Mittelpunkt. Eine Themengruppe widmet sich darin der «Momentfoto-grafie und Bewegungsanalyse», eine andere erforscht...
