On tour: Flamencos en Route
25 Jahre ist die Schweizer Kompanie auf der Suche nach dem spanischen Tanz: Gegründet vom Komponisten Antonio Robledo und der kürzlich verstorbenen Susana (tanz 2/10), sorgten sie mit dafür, dass der Flamenco auch außerhalb Spaniens eine geachtete Form des Kunsttanzes wurde, der seine jahrhundertealten Elemente aus vielem assimiliert hat, ohne sich selbst je assimilieren zu lassen.
Die Jubiläumsproduktion «florescencia» der heutigen Leiterin Brigitta Luisa Merki spielt in einem Garten von Gillian White, in dem sich arabische und spanische Musik, Tanz und Musik als Gleiche begegnen – jenseits religiöser Konflikte. In Düsseldorf, tanzhaus nrw, 28. März, und in Stuttgart, Theaterhaus, 7.–11. April.
www.flamencos-enroute.com
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Für eine Entdeckung, und sei sie noch so entlegen, ist der Mann immer zu haben. «Vor ein paar Monaten», erzählt Jason Beechey, Leiter der Dresdner Palucca-Schule, «hat mir eine Mitarbeiterin einen Text in die Hand gedrückt. Darüber stand ‹Tanzabstraktion›, und das Ganze las sich absolut zeitgenössisch.» Beechey rätselte, wer wohl diese knappen Direktiven zu Papier...
«Raymonda» ist ein tragischer Fall, in jeder Beziehung. Schon bei der Arbeit am Szenarium zog Marius Petipa im Machtkampf mit der Librettistin Lidija Paschkowa den Kürzeren. Kaum einer seiner Verbesserungsvorschläge fand bei den Theateroberen Gehör. Schlimmer noch, auch Alexander Glasunow setzte sich über seine Bitten hinweg und komponierte das gemeinsame Ballett...
Noch im Saal, direkt nach der Vorstellung, erklärt sich ein Kollege «unfähig, auch nur zwei Zeilen zusammenzureimen». Mein lieber Schwan! Der Herr muss den Tod mit aller Macht verdrängen. Wann sonst sieht man in 60 Minuten neun Menschen auf einer Tanzbühne sterben? Das gesamte Personal! Das kann man tragisch finden, pathetisch, schablonenhaft. Es hängt auch davon...
