montpellier: kommt raimund hoghe?
Mit einem seiner unnachahmlichen Monologe läutete Jean-Paul Montanari die Zukunft von «Montpellier Danse» ein. Das vierte Jahrzehnt des Festivals werde im Zeichen des wirkungsvoll restaurierten Ursulinenklosters stehen. Und zum ersten Mal bekommt das Festival einen artiste associé, wie in Avignon seit Jahren üblich. Raimund Hoghe wird es sein, der seit zehn Jahren «Montpellier Danse» seinen Stempel aufdrückt.
Hoghe soll zum ersten Mal kein neues Stück vorstellen, sondern den Geist des site specific in den alten Mauern wehen lassen, also ein Konzept erstellen, das andere umsetzen werden. «Er will wohl gern eine Tänzerin in einer der früheren Gefängniszellen einsperren, vielleicht gemeinsam mit einem Zuschauer», witzelte Montanari. Dass Hoghe dramaturgisch bewandert ist, braucht er nicht mehr zu beweisen. Die stimmungsvollen Räume und der majes-tätische Innenhof liefern jede Menge Inspiration. «Plötzlich wollen alle in unserem neuen Freilufttheater auftreten», freut sich Montanari: «William Forsythe sagt, er will unbedingt wieder nach Montpellier, ebenso Ohad Naharin.» Sie waren, neben Hoghe, die Stars der diesjährigen Ausgabe. Mal sehen, wer den besten Draht zu Hoghe findet, ...
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