Osnabrück: Wigman, Clug, De Candia «Bauhaus | Bolero»

Tanz - Logo

«Monotonie» nennt Mary Wigman die vier Abschnitte, in die sich der erste Satz ihrer Tanzsymphonie gliedert. Doch von Monotonie kann bei der «Feier» keine Rede sein. Allein schon der Gruppenauftritt gleich zu Anfang verschlägt einem den Atem. Es könnte sich um einen Fries aus Menschenleibern handeln, der sich schrittweise auf die Bühne schiebt und dem «Tempel» genannten Teil sozusagen erst den Rahmen gibt. Flächig choreografiert, lässt er einen sofort an «L’Après-midi d’un faune» von Vaslav Nijinsky denken, von dem Mary Wigman 1927/28 zumindest gehört haben könnte.

Und doch gestaltet sich der «absolute Zusammenklang von Farbe, Form und Linie, von Körper- und Raumrhythmus», wie sie rückblickend über «Die Feier» selber sagt, ganz, ganz anders: zwar immer geerdet und selbst in der «Drehmonotonie» auf den Boden bezogen, aber niemals spielerisch frei und erotisch, sondern stets erhaben und einer gesetzmäßigen Formung unterworfen.

Henrietta Horn hat zusammen mit Susan Barnett den schwierigen Versuch unternommen, «Die Feier» von Mary Wigman wieder sichtbar zu machen – und das aufgrund von Fotos, Beschreibungen und den Zeichnungen, die Walter Eberhard Loch in den Proben angefertigt hat. ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2019
Rubrik: Kritik, Seite 41
von Hartmut Regitz

Weitere Beiträge
test3099

werqwrq rqwr

qwd

qwDQW

feqw

f

qwf

qwFEQW

 

Adrenalinjunkie

Mit ihren 36 Jahren sieht Marianela Núñez immer noch aus wie ein Teenager. Ihre großen blauen Augen geben unverhohlen ihre Emotionen preis, blitzen lebhaft auf, wenn sie vom Tanzen spricht, verschleiern sich nachdenklich, wenn sie sich eine Zukunft ohne Ballett vorstellt. Doch sofort gewinnt ihr Lächeln wieder die Oberhand, und Núñez fährt fort, ihren Empfindungen...

Putbus on tour: Ralf Dörnen «Der Besuch»

Friedrich Dürrenmatts «Der Besuch der alten Dame» war Schullektüre in Ost und West, dieses böse Märchen von Kläri aus Güllen. Ausgestoßen, prostituiert und gut geheiratet, hat sie sich  hochgearbeitet an die Spitze jenes einen Prozents der Reichen, der so viel besitzt wie der Rest der Welt zusammen. Mit solchem Geld lässt Kläri einen biederen Güllener Familienvater...