brügge: december dance
Wenn Janez Janša in «Fake It!» Werkauschnitte von Pina Bausch, Trisha Brown, Tatsumi Hijikata, Steve Paxton und William Forsythe zeigt, gehört er bestimmt zur «No-copyright»-Bewegung. Denn er zeigt die Zitate ungefragt, weil es in bestimmten Regionen Europas keinen Anschluss gibt an die großen Tanzbewegungen. Zu ihnen zählen auch Sasha Waltz und Josef Nadj, auf die das Festival «December Dance 10» sein Hauptaugenmerk legt.
Sasha Waltz hat – man merkt’s am Zusatz «& Guests» – für viele Künstler den Boden bereitet, etwa Nasser Martin-Gousset und Juan Kruz Diaz de Garaio Esnaola, die in Brügge mit eigenen Werken auftreten. Josef Nadj, in Frankreich gefeierter Choreograf aus Ungarn, spannt in seinen Bogen Arbeiten der «Schüler» Saša Asentic´ und Ivan Fatjo, um den Pfeil in diese Richtung zu schießen: Ist Osteuropa eine Region, in der Veranstalter nur günstig Tanz einkaufen, sonst aber wilde Terra incognita zur Entdeckung neuer Wunderkinder wie vor Jahren Ivo Dimchev oder nun in Brügge der polnische Balletttänzer Mikołaj Mikołajczyk? Ein Symposium am 8. Dezember soll etwas Licht in diese dunklen Beziehungen zwischen dem reichen und dem armen Europa werfen.
Vom 1. bis 12. Dezember.
decemb ...
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