Rihoko Sato

Tanz - Logo

Choreografie gibt es nur mit lebendigen Körpern. Lebendig heißt, dass die Tänzerin als Interpretin der Choreografie dieser etwas hinzufügen kann, was auch die Choreografin oder den Choreografen überrascht, vielleicht nicht physisch, sondern auf einer Ebene des Unbeschreibbaren. Es geht nicht um bloße Interpretation, es geht um etwas Wertvolleres, die tatächliche künstlerische Zusammenarbeit zwischen Tänzer und Schrittmacher. Das erfährt Saburo Teshigawara fast täglich, dessen Werk von der Kollaboration mit Rihoko Sato beinahe schon abzuhängen scheint.

Sie beherrscht sein Bewegungsvokabular perfekt und schnitzt es sich akkurat und wunderschön in ihren Leib. Bei Rihoko Sato kristallisiert sich die Poetik des Meisters, sie besteht neben ihm, dem großen Tänzer, etwa in «Double Silence», «Mirror and Music» (tanz 7/10) und «Obsession». Ihre Soli und Duette mit Teshigawara sind immer die Highlights seiner Stücke.

Rihoko Satos starke Physis entstammt ihrer Ausbildung als Turnerin in England und den USA, wo sie bis zum Alter von 15 Jahren lebte. Nach ihrer Rückkehr 1996 und einigen Workshops wurde sie Mitglied der Kompanie Karas, tanzte in nahezu allen Stücken von Teshigawara und ist heute ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 140
von Akiko Tachiki

Vergriffen
Weitere Beiträge
Bertram Müller

Ihn mit 64 Jahren einen Hoffnungsträger zu nennen, weil er, dem Vernehmen nach, in ein oder zwei Jahren das tanzhaus nrw der Stadt Düsseldorf vermachen will – was für eine Vorfreude ist das denn? Würde das Tanzhaus in städtischer Hand nicht ebenso zu einer Institution werden wie die Oper und das Schauspiel? Würde aus dem tanzhaus nrw nicht einfach nur das 37. vom...

Nelisiwe Xaba

Das einzige Problem ist ihr Nachname, bei dessen Aussprache sich unsereins immer blamiert – er beginnt mit einem schnalzenden Xhosa-Klick. Deshalb hat man sich in Europa angewöhnt, von «Nelli» zu sprechen, wenn man Nelisiwe Xaba meint, und das tut man jetzt öfter. Die frühere Tänzerin bei Robyn Orlin, die schon immer auch eigene Sachen machte, hat von Soweto aus...

Rheinland-Pfalz und Saarland

Fragt man in Rheinland-Pfalz nach Tanzbudgets, erhält man vom Minis­terium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur die Auskunft: «Der Förderanteil des Landes ist nicht darstellbar», einen zusätzlichen Förderbedarf sehe man nicht. In einer Landschaft aus Stadttheatern hat das Ludwigshafener Theater im Pfalzbau eine Sonderstellung. Es ist das einzige Theater...