simone sandroni
Five-six-seven-eight. Und Hüfte Hüfte Hüfte! And sexy, sweet and charming! Ironische Emphase, wildes Gefühl: Ein Ensemble verbreitet pure Begeisterung. Zehn Tänzer zur Reihe quer über die Bühne aufgestellt, mit dem Ur-Schrei des Tanzes angezählt, auf die «eight» werden dann wechselweise diverse Körperpartien gekurbelt, gekurvt, gewippt. Sie sind Protestler und Propagandisten für furchtlose Lebensbejahung. Sie spielen Punks, Pogos, Pin-ups, nicht in verstörender Radikalität, sondern als verträgliches «Als-ob». So hat man es gern, so liebt man seine Outlaws.
Und dank dieser philanthropischen Ruppigkeit dürfte die neue Equipe «Tanz Bielefeld» schon mit ihrer ersten Aufführung das Publikum geknackt haben.
Rätselhaftes Bielefeld
Auch der Spiritus rector dieser Truppe ist derzeit die wandelnde Euphorie. Deutsches Stadttheater? Funktionierende Förderkultur! Bielefeld? Herausfordernd! Die neue Kompanie? Fantastisch! Bisschen viel «hurra»? «Ich muss glücklich sein: Ich bin erst seit zweieinhalb Monaten hier und habe mir den Job, die Stadt selbst ausgesucht!» Tatsächlich, man hätte es nicht vermutet: Simone Sandroni, der rockige Mitbegründer erst von Ultima Vez, dann von Déjà Donné, ist unter ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Nicole Strecker
Sie beide sind ehemalige Étoiles des Pariser Opernballetts und haben im Herbst das LAAC eröffnet, «L’Atelier d’Art Chorégraphique». In dem historischen Studio unter den Dächern des Théâtre des Champs-Elysées, wo einst Größen wie Nijinsky oder Jean Babilée probten, bieten Sie nun Ballett-Training für ambitionierte Profis oder Halbprofis. Schließen Sie damit eine...
William Forsythe, Sie sind zwei Jahre lang abgetaucht. Haben Sie in dieser Zeit Ihr Leben neu arrangiert?
Ich habe mich zurückgezogen, um meine Prioritäten zu setzen, in dem Sinn: Welches Leben will ich führen, um etwas hervorzubringen, das heute relevant ist.
War Ihnen nicht klar, dass Sie das auffressen würde, als Sie 2005, nach der Abwicklung des Balletts...
Das Publikum im ausverkauften tanzhaus nrw in Düsseldorf applaudierte am Ende von Sidi Larbi Cherkaouis «Fractus V» nicht nur, es erhob sich zu stehenden Ovationen. Warum? Vielleicht, weil alles so klar war. Cherkaouis Stücke geben sich zugewandt, sie bieten Futter; hier sind es jede Menge Tanz und live gespielte und gesungene Musik, zwei Prisen Text, Noam Chomsky...
