ana
«Sie schwebt zwischen ihrer Fähigkeit, sich frei bewegen zu können, wenigstens scheinbar frei, und dieser absoluten Stummheit ihres Tanzes. Wenn man über Tanz spricht, denkt man doch instinktiv an die Schritte, jedenfalls an etwas, was mit Füßen zu tun hat. Tamar Borer hat Füße, die sich dem Tanzen verweigern, aber aus genau dieser Verweigerung heraus entsteht ihr Tanz.» So lobte sie der verstorbene tschechisch-israelische Dichter und Tanzliebhaber Hezi Leskly.
Nach fast 20 Jahren kehrt Tamar Borer, die israelische Tänzerin, zu «Montpellier Danse» zurück, dem Festival, das sie jetzt mit ihrem Solo «Ana» beehrt. Das Fußgefühl, von dem Leskly spricht, verlor sie ein Jahr nach ihrem letzten Auftritt in Montpellier, 1990, bei einem Autounfall auf dem Weg zum Toten Meer, als der Winddruck eines entgegenkommenden Lastwagens ihren Wagen ins Schleudern brachte und sie ungebremst den Hügel hinabraste.Tamar Borer überlebte, ihre Beine blieben taub, wodurch – was sicher schien – die Karriere dieser jungen, talentierten Tänzerin am Ende war.
Die Serpentinenstraße am Toten Meer führt 400 Meter unter dem Meeresspiegel zum tiefsten Punkt der Erdoberfläche. Das Wasser des blauen Sees mitten in der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2011
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Ora Brafman
...hat noch einen Präsidentenposten bekommen. Er leitete bis zum vergangenen Jahr den «Prix de Lausanne», dessen Ehrenpräsident er inzwischen ist, und steht nun der neu gegründeten Stiftung Schweizer Tanzarchiv vor. Es handelt sich im Grunde um nichts anderes als die Zusammenlegung zweier bislang voneinander unabhängiger Sammlungen, den Lausanner Archives Suisses...
...haben einen gemeinsamen Premierentermin. Nein, sie kollaborieren nicht für ein Stück, wie das Cherkaoui gern mit Kollegen tut. Das Niederländische Nationalballett hat die beiden für ein Doppelprogramm zusammengespannt – und natürlich wird das voller Gegensätze sein. Cherkaoui mit seiner zeitgenössischen Bewegungssprache präsentiert eine Arbeit, die unter dem...
3sat, www.3sat.de
11. Juni, 22.20h: «Taxi-Tänzer», Film von Carmen Eckhardt
13. Juni, ab 21.45h: Tanzfilme, u. a. der Spielfilm «Am Wendepunkt» mit Mikhail Baryshnikov, «Dirty Dancing auf Sächsisch», «Die Bauchtanzwelle» sowie «Tanzträume», eine Dokumentation über die Kinder der Staatlichen Ballettschule Berlin
arte, www.artepro.com
11. Juni, Kulturmagazin...
