Merce Cunningham
Einst schenkte Merce Cunningham dem Tanz die Unabhängigkeit von der Musik. Jetzt ermutigt er uns in Paris mit einem neuen Werk, «eyeSpace», die Musik von vom eigenen iPod bestimmen zu lassen.
Den iPod leiht man sich an der Kasse, oder man bringt seinen eigenen mit. Die «Music for iPods» von Mikel Rouse lässt sich auf www.merce.org herunterladen, was die nicht ganz von der Hand zu weisende Gefahr beinhaltet, dass man sich die fünf Titel schon am Vorabend anhört.
Und denkt: Was bringt Merce Cunningham, unseren Gottvater der Tanzmoderne, dazu, sich derart seichtem Pop zu ergeben? Also fasst man einen Plan. Lädt seine eigenen Lieblings-Tracks auf den iPod und geht so unter Umgehung der Absichten des Choreografen ins Théâtre de la Ville. Lasst uns selbst entscheiden, je nach Bühneneindruck, welcher musikalische Stil am besten auf die Choreografie antwortet. Denn wer könnte es bestreiten: Merce Cunninghams Befreiung von der Leitfunktion der Musik für den Tanz strebt nicht nur immer weiter nach Vollendung. Sie gibt auch dem Publikum mehr und mehr Freiheiten. Damit wächst allerdings auch die Freiheit des Publikums, eben jenen Bezug zwischen Musik und Tanz zu restaurieren, der laut ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
After years as a media darling in the 1980s and earning himself a unique reputation as an iconoclastic choreographer, Michael Clark’s life took on aspects that seemed to come straight out of Dante’s Inferno. He went through hell as his closest friends died and he struggled with a serious drug problem. It has taken him a long time to overcome the debilitating...
Sabine Lynch sah neulich fern. Es lief «Ray – sTAP BACK!». Ihr Ex-Mann, der als amerikanischer Soldat nach Stuttgart kam und hier die New York City Dance School gründete, wurde in der SWR-Dokumentation von Teresa Renn und Nathalie Schwarz als die Stuttgarter «Step Machine» gefeiert. Ein «Step by Step» sieht Sabine Lynch im Augenblick auch. Ihre New York City Dance...
Robyn Orlin ist ehrlich, hat nichts zu verbergen. Olivier Hespel durfte in jeden Winkel der südafrikanischen Choreografin mit Berliner und Pariser Wohnsitz schauen. Daraus entstand «Robyn Orlin – fantaisiste rebelle», eine Biografie, in der die Choreografin fast untergeht. Sie handelt von künstlerischen Prozessen, auch ihrer Produktion mit dem Pariser Opernballet:...
