naoko tanaka
Nuanciertes Weiß und pastellfarbene Schattierungen, harter Schattenschlag und filigrane Muster, Würfel aus Farbfiltern und eine Tür, die sich kurz öffnet und für einen Moment Geräusche, Stimmen, Farben, Lichter in den weißen, aseptischen Raum strömen lässt: Die visuelle Welt von Naoko Tanaka aus Tokio erscheint wunderbar luzide, voller Magie. Sie hat etwas Verspieltes, Leichtes und ist doch kein Leichtgewicht, sondern von unerschütterlichem Ernst.
Nach zehn Jahren, in denen Naoko Tanaka mit dem Tänzer und Choreografen Morgan Nardi als Künstlerduo Ludica aufgetreten ist und in Düsseldorf zu Hause war, zog sie nach Berlin und macht nun ihr eigenes Ding. «Die Scheinwerferin» war ihr erster Solocoup: eine Reise über den Körper einer Puppe als Alter Ego und in den Schatten eines Tisches, unter dem hervor sie mit einer kleinen Taschenlampe Bahntrassen, Hochhäuser, wuchernde Mangrovenwälder, Zäune und Stacheldraht, Autostraßen und ein Haus mit Tisch und Stühlen als schwarze Welt auf die weißen Vorhänge wirft. Das mäandert zwischen klarer Konturiertheit und verschwommenem Schatten, oszilliert zwischen Puppenwelt und Apokalypse.
Die bewegten Bilder sind betörend, die Naoko Tanaka mit Hilfe ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 152
von Katja Schneider
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