Eggcited!
«I walk into a white room» – so fangen Albträume an. Eines jeden Malers, Musikers, Marketingstrategen. Man ersetze das leere Studio durch Bildschirm, Kochtopf, Labor oder Verkaufsgespräch, und bald schwitzen wir alle, wie beim ersten Rendezvous. Wir lieben ja unsere Arbeit, wäre da, ach, nur der ewige Kreativitätsdruck nicht.
Aller Anfang ist schwer
Twyla Tharp ist die Letzte, die das leugnet.
Ihre Probleme sind die eines jeden, der aus dem scheinbaren Nichts etwas schaffen soll: «Ich weiß nicht, welche Musik ich benutzen, mit welchen Tänzern ich arbeiten werde. Ich habe keine Ahnung, wie die Kostüme aussehen werden. Oder das Licht. Oder wer die Musik spielen soll. Ich habe auch keine Ahnung, wie lang das Stück wird. Obwohl es auf alle Fälle lang genug sein muss, um die ganze zweite Hälfte eines abendfüllenden Programms abzugeben, damit das zahlende Publikum auf seine Kosten kommt.» So geht das los, Fragezeichen und Verpflichtung. Jetzt kommt das Schwitzen. In Tharps Fall aber nicht aus Angst. Sie fängt an zu improvisieren …
Vierzig Bühnenjahre, über 135 Choreografien für die eigene und alle namhaften Kompanien der westlichen Welt, dazu fünf Filme, drei Broadway-Shows, darunter das ...
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Josef Nadj, der Künstler als junger Mann. Es ist eine Weile her, dass er so ausgesehen hat. Inzwischen lohnt es sich, dem «bildermächtigen» Choreografen mit Hang zum Surrealen eine Retrospektive zu widmen. Das Leipziger Festival euroscene tut das vom 4. bis zum 9. November. Neben drei Stücken aus verschiedenen Schaffensperioden, «Woyzeck» (1994/96), das von ihm...
Es war einmal ... da hätte die Antwort auf die Frage, wer im Tanz die Strippen zieht, geheißen: die Männer. Die Impresarios. Die Sorte Sergej Diaghilev. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts gründete der legendäre Impresario die Ballets Russes und revolutionierte – mit dem Tänzer Vaslav Nijinsky als berühmtestem Pferd im Stall – das Ballett. Man darf auch an Paul...
Sie sind eine der ganz wenigen Griechinnen, die mit ihrer freien Kompanie Quasi Stellar auf internationales Parkett eingeladen werden. Bessert sich die Tanzsituation in Griechenland? Ich glaube schon. Die Leute sind müde, immer nur die eine Art von Choreografien herzustellen, wie sie ihnen von der örtlichen Choreografenorganisation nahegelegt wird.
Sie meinen, es...
