Brief aus Mazedonien

Die Ballettsprinter.

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Der Weg zum Nationaltheater durchs alte Basar-Viertel von Skopje führt vorbei an malerisch kleinen Läden voll traditioneller Handwerkskunst und filigraner Silberarbeiten. Man kommt am imposanten ehemaligen Hamam Daut-Pasha mit seinen 13 asymmetrischen Kuppeln vorbei. Und dann, gleich gegenüber dem Bazar, steht es da, das moderne Nationaltheater mit 853 Sitzplätzen und einer riesigen Bühne. Nur am Licht mangelt es noch, aber «bald werden wir 150 000 Euro vom Kulturministerium erhalten und auch dieses Problem lösen», sagt Kiro Pavlov.

Der Mann mit dem kleinen Lichtproblem ist ein Energiebündel und seit drei Jahren Ballettchef von 65 Tänzern. Mit Würde trägt er den Ehrentitel «Mr. Open Mind». Lauter Ideen sprudeln aus ihm, um Tanz zu verbreiten und zu verbessern: «Die Sachen müssen sich bewegen», sagt er und ruht nicht, ruht nie, auch nicht in seinem Büro, wo er kaum anzutreffen ist. «Der tägliche Stundenplan, viel zu viel», lacht er. Und rennt durch die Flure, ein Mann, der in kürzester Zeit das Ensemble von 45 Tänzern um zwanzig neue, junge, frisch von der Ilija-Nikolovski-Lug-Schule kommende Novizen vergrößert hat. Wo gibt’s denn so was? Dabei ist «die Schule derzeit gar nicht ...

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Tanz November 2009
Rubrik: Brief, Seite 51
von Celi Barbier

Vergriffen
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