Gudrun Lange: «Die schnittige Menge»

düsseldorf

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Fernseher, Sofa, Sessel, Tisch: Das sind die Fixpunkte im Wohnzimmerkosmos. Um sie kreist das Leben der deutschen Musterfamilie aus Vater, Mutter, Kind. Es sei ein reales «deutsches Durchschnittswohnzimmer» mit typischer Mobiliaranordnung auf der Durchschnittsfläche von sechs mal vier Metern. So hat es die Werbeagentur Jung von Matt ermittelt.

Dieses Modell – platziert auf vier rollenden Podien – und die Umfrageergebnisse einer Ikea-Studie über die Aktivitäten in der guten Stube nimmt Gudrun ­Lange als «gültige» Prämissen für ihre «Schnittige Menge» auf Kampnagel in Hamburg, um die erhobenen Fakten und damit die Königsdisziplin der Statistik so humorvoll wie ziemlich redundant und zahm ad absurdum zu führen. 
 

Sie beginnt quasi bei null. Die ­Musterfamilie richtet sich auf den Podien nach Plan mit selbst montiertem Tisch und Serienmöbeln ein. «Momentan ist richtig, momentan ist gut», grunzt behaglich dazu Herbert Grönemeyer aus den Boxen. Drei Bilder von entspannendem Musikhören im Lehnstuhl: «Papa» Jo Kappl lässt locker die Hände im Takt mittanzen, «Sohn» Markus Pendzialek memoriert fingerschnippend einen Text. «Mama» Gudrun Lange dreht die Regler auf, um die Regeln «weiblicher ...

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Tanz April 2010
Rubrik: kalender, Seite 34
von Klaus Witzeling

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