Der Tänzerversteher: Michael Laub
«Jeder Fotograf macht Portraits und jeder Maler. Nur auf der Bühne gibt es sie nicht. Warum?», fragt Michael Laub, dessen unnachahmlich sanft kratzende Stimme klingt, als dulde sie keinen Widerspruch des selbst gestellten Rätsels: «Die einzige Antwort, die ich bisher gefunden habe: Man kann ein Portrait nicht proben. Man kann es nur herstellen.»
Natürlich gibt es Portraits im Tanz, von Ulrike Meinhof, Salvador Dalí oder sein eigener Versuch über Hans Christian Andersen.
Da werden Personen dargestellt, die alle Welt kennt, aber so wenig von ihnen weiß wie der Choreograf. Laub meint richtige Tänzerportraits, Autobiografisches, der Tänzer als «Modell», so wie ihn ein Fotograf portraitiert.
Wie man auf der Bühne einen Tänzer als ein Ich zeigen kann? Die Frage soll Tom Stromberg angeregt haben, der noch als Intendant des Schauspielhauses in Hamburg versuchte, seinem Publikum den Menschen hinter seinen Funktionen – Schauspielerin, Techniker, Putzfrau – zu zeigen. Michael Laub begann mit dem Chauffeur des Hauses. Auf der Fahrt vom Flughafen diskutierte er mit ihm beim Hören klassischer Musik die Frage, ob er eher zu Sibelius oder Mahler weinen könne. Der Chauffeur fand Sibelius ...
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Stefan Dreher trained to become an Iyengar yoga teacher at the Iyengar Yoga Institute in Amsterdam and with B.K.S. Iyengar in Poona. He has taught yoga since 1997 to nearly all the dance companies in Belgium, including Rosas, Ultima Vez, Meg Stuart/Damaged Goods, Cie Michèle Anne De Mey, Ballets C. de la B. and P.A.R.T.S. Having been intensively involved in the...
Die spartenübergreifende Arbeit am Theater ist mal wieder in aller Munde:
1. Weil erfolgreiche Kollegen nach langen Jahren ihre Verträge aufkündigen, da ein neuer Intendant Einsätze des Ballettensembles in Musical und Operette verlangt, oder 2. Weil immer noch manche Intendanten argumentieren, der Tanz würde die Operette zu seiner Rechtfertigung brauchen.
Letzteres...
«Elle(s)» steht ohne Zweifel im Plural: Das neueste Werk von Fabienne Berger ist Frauenbildern gewidmet. Portraits, die langsam ihre überlebensgroßen Münder zu einem Lachen öffnen. Frauen als kleine, auf die dunkle Rückwand projizierte Silhouetten. Sie werden beobachtet, halbwegs imitiert und so von der Interpretin auf der Bühne als virtuelle Mitspielerinnen...
