die lehrerin: Milli Bitterli

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Milli Bitterli auf Kampnagel in Hamburg geben Sie einen Workshop mit dem Titel «Ausgesprochen», der sich  «mit der Transformation von Bewegung, Emotion und Gedanken in Sprache» beschäftigt. Wie kamen Sie darauf?
Ich wurde einmal ermutigt, während des Tanzens zu sprechen, dabei habe ich festgestellt, dass es ein anderes Denken in Bewegung gibt. Das heißt, der Körper, der stillsteht, denkt anders als der Körper, der sich bewegt. Eine körperliche Tätigkeit erzeugt andere Gedanken. Man kann auch das Denken als Teil des Tanzes begreifen.



Was ist Ihr Leitgedanke für den Workshop?
Ausgangspunkt ist: Was denke ich eigentlich, wenn ich in gewisse Bewegungen komme? Denn das ­pas­siert nicht bewusst, und ich finde es spannend, das bewusst zu machen. Man kann auf diese Weise stark an der Interpretation von Bewegungen arbeiten.

An was denken Sie beim Tanzen?
Ich denke an Geschichten, gleichzeitig an den Alltag, an die nächste Bewegung, an den nächsten Befehl, den ich meinem Körper geben muss. Und gleichzeitig an die Kinästhetik meiner Bewegungen, an die Energie, die ich in meinem Körper spüre. Es ist wie ein Flipperball, es geht rasend schnell hin und her. Es ist ein interessanter Wechsel ...

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Tanz Dezember 2010
Rubrik: praxis, Seite 72
von Klaus Kieser

Vergriffen
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