Würzburg: «linchpin», «die glasmenagerie»
Zu viel Symbolik kann zum Hindernis werden. Can Arslan lässt seine Tänzer mit beleuchteten Würfeln hantieren, die größer und immer größer wiederkehren, dann baumeln plötzlich weiße Masken von der Decke, oder dunkle Geflechte anonymisieren einzelne Gesichter, es flackert das Stroboskop. Die Zutaten werden im Programmheft erklärt, hängen aber eher unverbunden in einer vor sich hinstockenden, seltsam undefinierten Choreografie. Der titelgebende «Linchpin» ist der Achsnagel am alten Räderkarren und meint im übertragenen Sinn den Dreh- und Angelpunkt einer Konstruktion.
Für Arslan ist es der Rettungsnagel, der den Menschen mit seiner Seele verbindet, zu kantig-spröder Musik von Béla Bartók übersetzt der Ballettdirektor des Nordharzer Städtebundtheaters außerdem Grundthemen aus der psychoanalytischen Lehre von C.G. Jung in tänzerische Bilder: die Persona und ihren Schatten oder das kollektive Unbewusste. Sie stehen deutlich lesbar und mahnend, aber doch irgendwie lose neben dem Bild der Technik, die dem Menschen aus der Hand gerät und zu seinem Käfig wird. Eine hellsichtige, aber ratlose Bestandsaufnahme oder vielleicht doch der choreografische Kampf mit zu großen Schlagworten?
Wie so ...
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Tanz Juli 2016
Rubrik: kalender und kritik, Seite 39
von Angela Reinhardt
«dramaturgeïn ist Griechisch und bedeutet ‹ein Drama verfassen›. Kein Dramaturg verfasst Dramen.» So begann einst die Kritik des Theaterkritikers Gerhard Stadelmaier an diesem seltsamen Beruf: «Alle anderen am Theater zaubern mit Kunst. Der Dramaturg zaubert mit sich selbst», schrieb er. Der Dramaturg bringt sich so – sein bester Trick – selbst zum Verschwinden.
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von wundern und superhelden – 55 jahre stuttgarter ballett
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Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
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Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen.
An der Trinkhalle 2B, D-65812 Bad Soden/Ts., Tel. +49-6196-228 49 www.ballett-badsoden.de
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