medien

Der Leitfaden «Looking at Contemporary Dance. A Guide for the Internet Age» – CD «Elan – Ballet Music from Operas by Saint-Saëns» – Wir verschenken dreimal «Traumberuf Tänzer»

Tanz - Logo

buch_________
stephan brinkmann

tanzte seit 1995 am Tanztheater Wuppertal. Dort verantwortet er noch heute als Probenleiter Stücke wie Pina Bauschs «Nur Du». Längst aber ist er auch Professor für zeitgenössischen Tanz an der Folkwang Universität der Künste – kraft seiner Praxis und neuerdings akademisch untermauert durch eine Dissertation. Sein Thema: Wie erinnert ein Tänzer seinen Tanz? Mit dieser Frage quert Brinkmann furchtlos die Steilwand der Theorie. Als Einstieg nutzt er die bei Folkwang bewahrte Jooss-Leeder-Methode.

Ihr zufolge geht jeder Tänzer einer Bewegung immer auch geistig nach, um sie so in der Erinnerung wachrufen zu können.

Aber was ist Erinnerung? Brinkmanns These: Das Gedächtnis ist kein Organ, es besitzt auch keinen «Mnemo-Muskel». Vielmehr bleiben Informationen im Gedächtnis hoch flexibel und erscheinen oft erst dort wieder, wo sie auch gebraucht werden, in einer ganz konkreten Situation. Zudem verändert sich im Gedächtnis das Gewesene ständig und unterscheidet sich darin vom Datenspeicher. Folglich kann es sich beim Tanz nie um eine konservierte Vergangenheit handeln, immer nur um wiederbelebte Gegenwart. Brinkmann lehnt deshalb auch die gern missbrauchte ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz März 2013
Rubrik: medien, Seite 65
von

Weitere Beiträge
Abonnenten finden hier auch folgende Artikel:

«Der Traum der Mücke» in Zwickau

«Auf dem Seil» in Lüneburg

«Inferno» in Mainz
Fattoumi/Lamoureux: «Masculines»

 

geheimnisträger

Wer teilt eigentlich – jenseits des Stadttheaters – Produktionsgelder, Residenzaufenthalte, Gastspielgelder, Künstlerpreise zu? Meist: mehrköpfige Jurys. Hinter verschlossenen Türen tagen sie, oft ein- bis zweimal im Jahr – als städtische Gremien, auf Länder- und Bundesebene, bei Stiftungen. Dass nicht ein Einzelner in feudalistischer Manier den Daumen hebt oder...

tour glamour

Die Luft im Pariser Palais Garnier knisterte förmlich, als Opern-Generalintendant Nicolas Joël und sein designierter Nachfolger Stéphane Lissner den neuen Directeur de la danse vorstellten. Benjamin Millepied übernimmt im Oktober 2014 das Amt von Brigitte Lefèvre. Von den acht gescheiterten Kandidaten war allein Elisabeth Platel erschienen, die Leiterin der...