Roman
Zwei fiktive Briefe, in der gleichen Nacht verfasst, aber unabhängig voneinander geschrieben. Im einen lässt Mata Hari Stunden vor ihrem Tod noch einmal ihr Leben Revue passieren, eine Tänzerin, so Paulo Coelho, die «erst unter dem Namen bekannt war, den ihre Eltern ausgewählt hatten ..., dann gezwungen war, ihren Ehenamen zu tragen ... und schließlich von den Deutschen für elende zwanzigtausend Francs in H21 umbenannt wurde».
Der andere stammt von Maître Clunet, und der macht seiner Mandantin nicht nur die poli-Hintergründe ihres Schauprozesses bewusst, sondern erklärt ihr im selben Atemzug auch noch seine Liebe.
Beide Briefe erreichen nicht mehr ihren Adressaten. Unnütz sind sie deshalb keineswegs. Vielmehr erhellen sie aus unterschiedlichen Perspektiven ein ebenso schillerndes wie spektakuläres Schicksal, dessen Wahrheitsgehalt der Erfolgsautor in einem Pro- und einem Epilog mit Fakten und Aktenmaterialien untermauert. Dass ihm die Traum-Tänzerin sympathisch ist, lässt sich aus jeder Zeile des nicht zu umfangreichen Buches herauslesen. Coelho verteufelt Mata Hari nicht als Spionin. Er hält sie für eine emanzipierte Frau, die ganz nach ihren Vorstellungen lebt; in einem ...
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Tanz Februar 2017
Rubrik: Medien Februar 2017, Seite 60
von Hartmut Regitz
Sie fühlt sich an wie Bimsstein, sieht aus wie die Membran einer weißlichen Koralle, ist von Rillen und Furchen in zigtausendfacher Ausfertigung durchzogen und soll Hamburgs neues Wahrzeichen in die Weltliga der Konzerthäuser führen: die Gipsplatten-Verschalung, die der Akustiker Yasuhisa Toyota für die Wände der Elbphilharmonie entworfen hat. Organisch fügt sich...
Deutschland
On tour
«Best of Rock the Ballet» mit Rasta Thomas’ Bad Boys of Dance: Hannover, Theater am Aegi, 2. Febr.; Lippstadt, 3. Febr.; Bremen, Musical Theater, 5. Febr.; rock-the-ballet.de
«piano piano» Acht Tänzerinnen und Tänzer aus drei Tanzensembles, K. Kvarnström & Co, Andersson Dance und Zero Visibility Corp., bewegen sich zur Musik von Franz...
Eine Woche vor unserem Interview sah ich Lauren Cuthbertson als Zuckerfee in Sir Peter Wrights berühmter «Nussknacker»-Produktion. Im Anschluss an ihre Solo-Variation brach das Londoner Premierenpublikum in donnernde, lang anhaltende Beifallsstürme aus. In diesem Augenblick beschlich mich der Eindruck, dass Lauren Cuthbertson nunmehr in den Zenit ihrer...
