Der Berater: Igor Zelensky
Igor Zelensky soll auch nach Antritt seines Direktorenpostens beim Bayerischen Staatsballett im September 2016 weiterhin das Ballett des Stanislawski- und Nemirowitsch-Dantschenko-Musiktheaters in Moskau leiten. So steht es Schwarz auf Weiß im Newsletter des Bolshoi-Balletts. Nur die Ballettdirektion in Nowosibirsk werde er aufgeben. Toni Schmid, Ministerialdirigent im Bayerischen Kunstministerium und maßgeblich verantwortlich für die Münchner Bestallung Zelenskys, reagiert, konfrontiert mit dieser Nachricht, indigniert.
«Er bleibt Berater», wiegelt Schmid ab und betont es abermals: «Berater». Ursprünglich habe Zelensky diese Tätigkeit in Nowosibirsk ausüben wollen, weil er die Kompanie schließlich aufgebaut habe, sagt Schmid. Doch vor einem halben Jahr «kam es gerade andersherum. Er wollte Nowosibirsk aufgeben und Berater beim Stanislawsky bleiben.» Mit derselben Begründung: Er habe die Kompanie schließlich aufgebaut.
München hat schon einmal zwei Jahre lang seinen Ballettdirektor teilen müssen. John Cranko, Ballettchef in Stuttgart, übernahm 1968 zusätzlich die Leitung des Balletts der Bayerischen Staatsoper, wie die zweite Sparte mit Operndiensten damals noch hieß. Cranko ...
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Tanz Dezember 2015
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Eva-Elisabeth Fischer
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