tezuka
Wer war bloß dieser Osamu Tezuka? Unter Comic- und Manga-Fans genießt sein Name Kultstatus; man darf den Zeichner, der von 1928 bis 1989 lebte, ohne Übertreibung zu den einflussreichsten japanischen Künstlern des 20. Jahrhunderts zählen. Das meint auch Sidi Larbi Cherkaoui, der sein neuestes Stück, das am Londoner Sadler’s Wells Theatre Premiere hatte, als Hommage an den auch im Westen populären Manga-Zeichner verstanden wissen will und es deshalb schlicht «TeZukA» nennt.
Mit Mangas kam Cherkaoui früh in Kontakt.
Die japanischen Bildgeschichten erlebte er als Jugendlicher am heimischen Fernseher, und als Kind der Popkultur zählt er Mangas – wenig überraschend – zu einer wichtigen Inspiration für seine künstlerische Entwicklung. Ihn hätten diese japanischen Animationen nicht nur wegen ihrer Kunstfertigkeit beeindruckt, sagt er, sondern auch wegen ihres philosophisch-humanistischen Gehalts. Viele Jahre später in Japan entdeckte er Tezukas Manga-Bücher und stellte fest, dass deren Helden die Protagonisten jener Manga-Filme seiner Jugend waren. Da stieß er auch auf den Namen Tezuka.
Umfangreiche Vorbereitung
Für «TeZukA» tauchte Cherkaoui in die japanische Kultur ein, beschäftigte ...
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Tanz Oktober 2011
Rubrik: produktionen, Seite 12
von Klaus Kieser
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