Auf Spitze
Spitzenschuhe gibt es schon eine ganze Weile in allen Farben des Regenbogens. Grishko zum Beispiel bietet von kanariengelb bis azurblau alles an, was das Auge anspringt – zumindest im Vergleich zu den rosé-farbenen Satin-Modellen, die den Markt monopolartig beherrschen. Manche Hersteller haben sich auch an das neue, diverse Erscheinungsbild des Balletts herangetastet und, wie etwa Gaynor Minden, Nuancen namens «Cappuccino», «Mocha» oder «Espresso» kreiert. Was nach Heißgetränk klingt, soll den Füßen dunkelhäutiger Ballerinen schmeicheln.
Eine selten dämliche Nomenklatur, die nahelegt, dass rosa Exemplare künftig als «Fjordlachs» oder «Marzipanschweinchen» etikettiert werden!
Nun haben sich Freed of London und das Ballet Black zusammengetan, um hundert Prozent korrekt bezeichnete, auf echte Hauttöne abgestimmte und auch noch schöne «pointe shoes, hand made» zu kreieren. In Nuancen, die eben ganz unverfänglich «bronze» und «brown» heißen. Übrigens gehört damit auch die Ära des Selbstfärbens, zu dem sich Stars wie Michaela DePrince oder Misty Copeland verdonnert sahen, endgültig der Vergangenheit an.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Dezember 2018
Rubrik: Side Step, Seite 23
von Dorion Weickmann
Deutschland
On tour
Das Bolschoi Staatsballett Belarus gastiert mit «Schwanensee»: Kassel, Staatstheater, 20. Dez.; Frankfurt/Main, Jahrhunderthalle, 22. Dez.; Hannover, Theater am Aegi, 29., 30. Dez.; Bielefeld, Stadthalle, 31. Dez.; Stuttgart, Liederhalle, 3. Jan.; Leipzig, Gewandhaus, 6. Jan.; Berlin, Theater des Westens, 7. Jan. sowie mit «Der Nussknacker»:...
Schon beim Ballett «Le Sacre du printemps» gab’s die Musik nur am Klavier. Und auch für «Beethovens Neunte» wählt Mauro de Candia eine Transkription, und das aus innerer Überzeugung – und nicht etwa aus praktischen Erwägungen, weil das Original mit Orchester, Chor und Gesangssolisten an einem Theater wie dem von Osnabrück als Repertoire-Aufführung kaum machbar...
Monte-Carlo: En compagnie de Nijinsky
So lange ist es noch nicht her, dass Jeroen Verbruggen sich eine Rolle Vaslav Nijinskys zu eigen machte – in «Le Spectre de la rose», von Marco Goecke sozusagen auf seinen Leib choreografiert. Die Nijinsky-Hommage steht erneut auf einem Programm der Ballets de Monte-Carlo – allerdings: Verbruggen tanzt nicht mehr, er...
