Polina Semionova
Sie war noch lange nicht 18, da hat sie Vladimir Malakhov vom Fleck weg als Erste Solistin ans Berliner Staatsballett engagiert. Acht Jahre ist das her. Inzwischen ist Polina Semionova so populär, dass man für einen Buchtitel getrost auf ihren Nachnamen verzichten kann. Auf 250 Seiten passt ihr Werdegang bereits, obwohl sie «einfach keinen Ballettkörper» hatte – wie eine Pädagogin der Moskauer Bolschoi-Ballettakademie zitiert wird, die ihre fehlenden X-Beine beklagte.
Lachhaft im Nachhinein, was eine andere Lehrerin am kommenden Star auszusetzen hatte: «Das Becken steht irgendwie falsch. Wahrscheinlich kriegt sie deshalb das Bein nicht richtig hoch.»
Polina Semionova hat dennoch ihren Weg gemacht, «aus der Moskauer Vorstadt auf die großen Bühnen der Welt», wie der Untertitel ihrer Biografie heißt. Gerhard Haase-Hindenberg hat sie geschrieben, ein Regisseur, Schauspieler und Sachbuchautor, den mancher auch als Gastgeber einer Hörfunkreihe kennt. Unprätentiös, aber nie leidenschaftslos erzählt er von der Last wie von der Lust, die das Leben dieser Ausnahmetänzerin prägen. Die Kunst ist ihr nicht in den Schoß gefallen. Auch nicht ihr verblüffendes Können. Zu den eindringlichsten ...
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Bis Ende Oktober fährt eine Sondertram auf Zürichs Schienen. Die Straßenbahn der Linie 8 zwischen Hardplatz und Klusplatz feiert die Kunst des Balletts als eine Hommage an Heinz Spoerli, der im Juli seinen 70. Geburtstag feierte. Gestaltet wurde das Fahrzeug vom Fotografen Alberto Venzago.
«Das HAU zu leiten macht mir viel Spaß, aber vielleicht ist das genau der richtige Moment, um aufzuhören», sagt Matthias Lilienthal. Nach acht Jahren will der Gründer des Festivals «Context» und Förderer u. a. der Choreografin Constanza Macras mit Eigenproduktionen wie «X Wohnungen», die überall auf der Welt in Wohnungen meist armer Menschen mit Künstlern aus...
arte
2. Okt., 8.45h; 12. Okt., 10.05h: «Mariä Verkündigung», Tanzstück von Angelin Preljocaj, F 2002
3. Okt., 9.45h; 7. Okt., 7.30h; 20. Okt., 4.30h: «One Flat Thing, reproduced», Ch.: William Forsythe, Tanzfilm von Thierry De Mey, F 2006
10. Okt., 9.50h: «Chaconne», Ch.: Christian Spuck, Tanzstiftung Birgit Keil, D 2004
11. Okt., 21.55h: «Leonard Bernstein. The Making...
