Ioana Mona Popovici: «Work in regress»
Um menschliches Verhalten zu zeigen, genügt unter Umständen ein roter Klappstuhl. Auf der sonst leeren Bühne findet sich noch ein weißer Schuhkarton, der es in sich hat. Wenig später taucht Ioana Mona Popovici auf, die als Choreografin ihr «Work in Regress» vom Mischpult aus startet. Den Kopf gesenkt, leicht vornübergebeugt, scheint sie in der Gewalt eines anderen. Auch wenn sie mit beunruhigender Langsamkeit versucht, sich mit spitzen Fingern ein Bonbon aus der Tasche zu stibitzen, erweckt sie den Eindruck, als agiere sie nicht allein.
Wenn aus ihrem Mund weitere Bonbons kullern, ist das mehr als nur ein bemerkenswertes Bild, in dem Unterwerfung und Unterdrückung sichtbar werden, ohne sich erklären zu lassen. Leicht hat es Ioana Mona Popovici ihrem Publikum nie gemacht. Ihre Stücke wollen erspürt, wollen enträtselt werden.
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Für eine Entdeckung, und sei sie noch so entlegen, ist der Mann immer zu haben. «Vor ein paar Monaten», erzählt Jason Beechey, Leiter der Dresdner Palucca-Schule, «hat mir eine Mitarbeiterin einen Text in die Hand gedrückt. Darüber stand ‹Tanzabstraktion›, und das Ganze las sich absolut zeitgenössisch.» Beechey rätselte, wer wohl diese knappen Direktiven zu Papier...
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