münster: Daniel Goldin «Projekt Cage»
John Cage und der Tanz sind alte Bekannte. Aber in Münster beim tendenziell schwermütigen Tanztheater von Daniel Goldin hätte man diesen Komponisten eher nicht vermutet. «Projekt Cage» verspricht also, dass ein bisschen Anarchie die Kreation des argentinischen Westfalen pilzartig beleben könnte. Zudem ist es die zweite Kooperation mit dem Folkwang Tanzstudio, das seit dem Weggang von Henrietta Horn ästhetisch herumkrebst, aber begabte Tänzer beherbergt. So kamen zum neunköpfigen Münsteraner Ensemble sieben Tänzer hinzu.
Und siehe: Gerade die jungen Tänzer aus Essen sind eine spritzige Erfrischung.
Die hellen Fliesen der Bühnenseiten sehen nach Frühmoderne aus, die Wände lässt Matthias Dietrich schweben, sodass die Tänzer gebückt überall auf- und abtreten können oder dahinter stehend mal nur zur Hälfte zu sehen sind.Hinten oben residieren die fünf Musiker von The Lilac Truth, die sich an diversen Instrumenten mal aufgeregtem Getöse, mal strengen Rhythmen, wiederholten Kurzmelodien, japanoid verwehten Flötenklängen und Spielzeugklaviergeklimper widmen: Es handelt sich um dreizehn Kompositionen und Neuarrangements von 1948 bis1970. Stimmkünstler Jaap Blonk bekommt für seine ...
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Yui Kawaguchi,
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