Jenseits

ist die Königin des chinesischen Bauchtanzes. Den reichen Ladys von Beijing verdreht sie den Kopf – und Ägypten freut sich über ihren Beitrag zu Olympia

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Beijing rüstet für Olympia. Alle wollen dabei sein: die Industriestaaten natürlich, mit Tanz vom Feinsten. Aber was macht, zum Beispiel, Ägypten? Der Konsul der ägyptischen Botschaft in Beijing, Nasser Abdel-Aal, sponsert eine chinesische Ballett-Tänzerin, die in Kairo Bauchtanz studierte und nun zurückgekehrt ist, um den Frauen die Köstlichkeiten wahrer Erotik, Individualität und Unabhängigkeit beizubringen. Bauchtanz heißt auf Chinesisch «Dupiwu», und amera ist seine Königin.

Mit ihrer all-Chinese Hüftschwungtruppe verdreht sie den Ladys von Beijing den Bauch – ganz profan in der Jia Mao Shopping Mall oder hier im güldenen Isis-Kostüm auf der Baustelle des Nests, wie das Olympiastadion weltweit genannt wird. Auf einen kleinen Nebeneffekt spekuliert Ägypten auch: Jede von Amera angesteckte Chinesin möge hoffentlich bald den schwächelnden Tourismus am Nil beleben.

 

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Tanz April 2008
Rubrik: Jenseits, Seite 74
von

Vergriffen
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