Jenseits
Beijing rüstet für Olympia. Alle wollen dabei sein: die Industriestaaten natürlich, mit Tanz vom Feinsten. Aber was macht, zum Beispiel, Ägypten? Der Konsul der ägyptischen Botschaft in Beijing, Nasser Abdel-Aal, sponsert eine chinesische Ballett-Tänzerin, die in Kairo Bauchtanz studierte und nun zurückgekehrt ist, um den Frauen die Köstlichkeiten wahrer Erotik, Individualität und Unabhängigkeit beizubringen. Bauchtanz heißt auf Chinesisch «Dupiwu», und amera ist seine Königin.
Mit ihrer all-Chinese Hüftschwungtruppe verdreht sie den Ladys von Beijing den Bauch – ganz profan in der Jia Mao Shopping Mall oder hier im güldenen Isis-Kostüm auf der Baustelle des Nests, wie das Olympiastadion weltweit genannt wird. Auf einen kleinen Nebeneffekt spekuliert Ägypten auch: Jede von Amera angesteckte Chinesin möge hoffentlich bald den schwächelnden Tourismus am Nil beleben.
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Schwarze Luftballons ringsum. Wer im Kanuti Gildi Saal in Tallinn seinen Platz erreichen will, muss sich einen Weg erkämpfen. Doch Vorsicht: einmal danebengetreten, zerplatzt nicht bloß ein Traum. «I know what you think» ist auf einem Exemplar zu lesen. Ein Knall, und es ist in Nichts aufgelöst.
Christina Ciupke und Mart Kangro lassen sich Zeit. Sie tasten sich ab –...
