maßgeschneidert
Der Lift steht. Machen wir uns also zu Fuß auf den Weg nach oben ins Büro von Jan Broeckx. Hoch liegt es über den Dächern von Schwabing, auf einem Gelände, das früher Straßenbahnen beherbergte, bevor es die freie Tanzszene in den Achtzigern als Proben- und Aufführungsort nutzte. Irgendwann kam der Abrissbagger. An die Stelle der urbanen Wüste baute man ein Band weißer Studios mit hohen Decken. Statt freier Szene zog die Tradition ein.
Unter der Regie von Konstanze Vernon trainierte der Nachwuchs: Das Kinderballett der Staatsoper und die Studierenden der Ballettabteilung der Musikhochschule wuchsen hier zur Ballett-Akademie München zusammen. Gefördert wurden die angehenden Tänzer von der Heinz-Bosl-Stiftung, die die langjährige Primaballerina der Bayerischen Staatsoper mit ihrem Mann Fred Hoffmann im Gedenken an ihren langjährigen Bühnenpartner 1978 ins Leben gerufen hatte. Seither sprach man von der Heinz-Bosl-Stiftung, wenn man eigentlich die Akademie meinte. Daran änderte auch das Intermezzo von Robert North nichts, der für drei Jahre die Ballettabteilung der Hochschule für Musik und Theater leitete, eine Zeit, in der ihm Konstanze Vernon «im Rahmen eines Lehrauftrags als ...
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Tanz Juli 2011
Rubrik: praxis, Seite 66
von Katja Schneider
Veränderungen beginnen meist im Verborgenen. Etwa weil sich einige der Bedingungen tief im Inneren eines Systems verschieben, die dieses zusammenhalten. Zunächst hat sich nur eine Spannung aufgebaut, die kaum messbar ist, mit der Zeit aber wachsende Unregelmäßigkeiten erzeugt. Retrospektiv wird festgestellt werden, dass sich die kleine Wirkung in eine kleine...
Für eine Autobiografie fehlte ihm die Zeit. Aber Zeugnisse seiner Freundschaft gibt’s zuhauf. Ria Schneider hat nicht wenige davon gesammelt und im großzügig ausgestalteten Buch «Erinnerungen an José de Udaeta» zu einer Dankesgabe gebunden. Von Brita Adam bis Tomás Zybura reicht die Liste von insgesamt 88 Autoren, die mal beredt, mal weniger beredt Auskunft geben...
Einen Film nachspielen, das tun Filme auch selbst, Theaterregisseure oft, Kinder sowieso. Dabei ist es ja eigentlich das Kino, das so tut, als spiele es echtes Leben nach. Da gibt es also schon ein lustiges Hin und Her. Dazu kommt das Nachdrehen von Kinofilmen oder einzelner Szenen mit Hobbymitteln, um dann zu behaupten, das sei eine neue, eben schwedische Version...
