petenera
Da schreitet sie hin, die schöne Jüdin. Petenera heißt sie, eine Unnahbare, Unbekannte. Weit in die Vergangenheit reichen ihre Wurzeln, bis in die Zeit der Katholischen Könige, den von diesen erzwungenen Exodus der Juden, den dramatischen Auszug aus Spanien hinein in den Orient. Doch einige blieben, vielleicht auch jene Frau, die Jahrhunderte später zu einer populären – wenngleich historisch kaum erforschten – Tänzerin in Sevilla wird. Ob sie wirklich eine Jüdin war? Vermutlich nicht, aber künstlerisch wirkt es, deswegen ist sie eine.
Aus der Gegend von Cádiz könnte sie sein, immerhin gibt es da einen Ort namens Paterna de la Rivera. Dort hat man ihr auch ein Denkmal errichtet, vielleicht weil sie so verführerisch war.
Auf jeden Fall ist sie vielen, allzu vielen Männern zum Verhängnis geworden: «Quien te puso Petenera / no te supo poner nombre» heißt es in dem von Elena Marlowe und José Galván entworfenen Tanzstück: «Wer dich Petenera nannte, gab dir einen falschen Namen». Die Frau hätte anders heißen müssen. «Dame meines Herzens» etwa, weil ihr so viele Männer verfielen. Ein ruhiges, anmutiges Stück haben die Künstler daraus gemacht, besinnlich und mit verhaltener Dramatik.
D ...
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