Der Abenddienst
Die Tür zur Loge klemmt. «Vielleicht klappt‘s von der anderen Seite.» Durch einen Konferenzraum, in dem, so verrät das Flip-Chart, gerade ein Englisch-Kurs stattgefunden hat, geht es auf die andere Seite der Tür ins Foyer der Ulbricht-Loge, die zu DDR-Zeiten hohen SED-Funktionären vorbehalten war. Heute ist sie zwar nicht gebucht, aber für alle Fälle sollte sie geöffnet sein. Dafür sorgt Sibylle Naundorf, die seit 2004 die Abenddienstleitung an der Leipziger Oper innehat. Sie kennt jede Tür, jedes Schloss und eine Lösung für jedes Wehwehchen im Vorderhaus der Oper.
Nachdem sie das letzte Besetzungsplakat eingesetzt hat, informiert sie den Hausmeister über das zickende Schloss. Zum Einlass um 18 Uhr ist es repariert.
Bis dahin sind es aber noch zwei Stunden, und Naundorf drapiert auf einer Magnettafel die Posten für den heutigen Abenddienst. Auch mit der Gastronomie des Hauses sind bereits alle Absprachen getroffen. Gegeben wird «Herzog Blaubarts Burg» zusammen mit «Pagliacci», da reicht eine Minimalbesetzung von zwölf Leuten, um die zwei Garderoben, die Einlässe zum Opernsaal, die Verkaufsposten für Programmhefte und die Kartenlesegeräte am Eingang zu besetzen. «Das wird heute ein ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2018
Rubrik: Serie: Hinter den Kulissen, Seite 66
von Torben Ibs
Sie sind Pädagogin und Choreografin, haben sich unter anderem auf Faszien spezialisiert. Was ist das Besondere an Faszien?
Sie haben sehr viele Rezeptoren, bilden ein ganzes System und sind eigentlich unser größtes Sinnesorgan. Als solches bieten sie eine Stimme im Körper an, die eine andere Information gibt als das zentrale Nervensystem. Zugleich kann man mit...
«Wir sind doch nicht angetreten, um Krieg zu führen!» Elias García, Künstlerischer Direktor des Ballet de Catalunya (BC), legt Nachdruck in die Stimme. Wenn seine Vision Wirklichkeit werden soll, wird er einen Schlachtplan brauchen. García, einst Tänzer bei den Ballets de Monte Carlo und im Ballet du Nord, verlegte sich zuletzt aufs Unterrichten, arbeitete erst für...
Deutschland
Berlin
Artistania
«2018_maC»: Semesterarbeit des Masterstudiengangs Choreografie am HZT: «Hysteria Tutorial» von Dina Sennhauser. 11.,12. Juli;
www.hzt-berlin.de
Deutsche Oper
Das Staatsballett Berlin tanzt «Don Quixote», choreografiert von Víctor Ullate zur Musik von Ludwig Minkus. 2. Juli Premiere «PROPS_AN_GRIMM»: Zum Abschluss der Spielzeit...
