frankreich
Sie träumt vom Tanz ins große Glück und muss die Gemeinheiten jener erdulden, die ihr nichts Gutes wollen. Im Ballett hat Aschenputtels märchenhafter Aufstieg stets auch etwas von «Black Swan». Im Märchen selbst aber wird das Mädchen von einer guten Fee beschützt, samt Happy End. Der Choreograf Thierry Malandain in Biarritz ist kein Freund des Grimmigen, selbst wenn er sich an den «Cinderella»-Stoff macht. Kein roter Schuh, kein Blut im Schuh, kein glühender Schuh – lieber träumt seine Cendrillon davon, einmal ein Weißer Schwan zu sein.
Sie nimmt Ballettstunden bei der Guten Fee und tanzt mit deren Elfen in einer heilen Welt. Tanz ist Freiheit, auch im Ballett. Für diesen Traum stehen die hautfarbenen, dezent glitzernden Bodysuits. Der Liebesentzug im Haus der Stiefmutter wird dagegen durch viel Schwarz und strenge Ordnung erfahren. Der Vater, ein Büroangestellter, lässt sich mit einer Domina ein, in einem minimalistischen Showroom für ein einziges, schwarzes Stiletto-Modell, das mehrhundertfach die Wände ziert – schwebend leicht und dabei streng geordnet.
Design statt Märchenlandschaft. Das Corps de ballet zeichnet auf der Bühne entsprechend Kreise, Linien, Diagonalen und Kurven, ...
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Tanz Juli 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 42
von Thomas Hahn
______ impressum
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
__Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
__Redaktion
Hartmut Regitz, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Dorion Weickmann, Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
Knesebeckstraße 59-61, D–10719 Berlin
redaktion@tanz-zeitschrift.de
www.tanz-zeitschrift.de
Tel +49-(0)30-254495-20, Fax -24
__Gestaltung &...
Kate McIntosh, Neuseeländerin mit Wohnsitz in Brüssel, Choreografin mit Hang zur Naturwissenschaft und deren Art zu experimentieren, hat ein neues Stück gemacht. «All Ears» geht aufs Ohr und fahndet nach dem Hören. Doch mit dem Verweis aufs Ganz-Ohr-Sein handelt es vor allem von Aufmerksamkeit und Achtsamkeit: ein großer Wurf, weil er gar nicht groß daherkommt.
«Ju...
montpellier: yasmeen godder «see her change»
Theatralität, Rätsel, Querverweise: Auch Yasmeen Godders jüngste Kreation «See Her Change» trägt in Bewegung und Stil die unverkennbare Signatur ihrer Schöpferin. Diesmal allerdings getanzt von einem Trio, das von der magnetisch präsenten Godder selbst angeführt wird, deren Ausstrahlung weder mit Schönheit noch mit...
