Die Komponistin: Maria-Helena Buckley
Maria-Helena Buckley, Sie haben bis Juni 2009 20 Jahre lang in Berlin getanzt, an der Deutschen Oper, der Staatsoper und am Staatsballett. Zuletzt waren Sie Erste Solistin. Wie sollte es mit Ihrer Karriere nach der Karriere weitergehen? Hat Sie Fotografie interessiert?
Die Fotografie nicht wirklich, Bilder schon. Mein Vater ist Maler, ich bin mit Bildern aufgewachsen, mit Malerei. Ich vermute, dadurch ist ein bestimmter Stil und eine Sichtweise schon in meiner Kindheit geprägt worden – nicht unbedingt ein Talent. Talent ist wie beim Tanz ein ganz kleiner Teil.
Der Rest ist sehr viel Arbeit. Ich war mir sehr sicher, dass ich Ballettmeisterin werde, weil ich gern mit jüngeren Tänzern gearbeitet habe und ihnen etwas weitergeben wollte. Ich hatte sogar eine entsprechende Ausbildung angefangen. Als Tänzer wagt man ja sehr lange nicht daran zu denken, dass man eines Tages nicht mehr tanzt, und man kennt auch nichts anderes. Man wird zwar gefragt: Was machst du danach? Aber das ist, als wenn man gefragt würde – was machst du, wenn du nicht mehr atmen kannst. Surreal.
Hat Sie das irgendwann beunruhigt?
Ich wurde jedes Jahr nervöser, schließlich wird einem immer bewusster, was alles ...
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Tanz Jahrbuch 2013
Rubrik: Transition, Seite 116
von Marina Dafova
«Wir bräuchten dringend einen Prinzen. Aber die sind alle in Stuttgart», stöhnte der Manager eines großen deutschen Opernballetts. Und aus Stuttgart bringt sie so schnell keiner weg, obwohl sich die männlichen Stars hier auf die Füße treten. Deshalb verwundert es nicht, dass die Herrenriege auch bei der aktuellen tanz-Umfrage das Feld klar dominiert. Seit Jahren...
__________vaslav nijinsky
Tanz, das sind bewegte Bilder in Raum und Zeit. Eine Bewegung festhalten, heißt: sie zum Stillstand bringen. Auf dem Foto friert sie ein, stirbt vielleicht, dafür setzt sich die Regung, die dahinter steht, die Erregung, aus der sie kommt, frei.
Ich war noch ein Kind und hatte gerade meine Tanzausbildung angefangen, als ich die...
Henry Leutwyler, was hat Sie bewogen, diesen Bildband zu machen? Es sind nicht unbedingt perfekte Augenblicke – im Sinn des konventionellen Ballettverständnisses –, die Sie festhalten.
Mein Hauptanliegen war es, Schönheit einzufangen. Und ich glaube nun mal, dass Schönheit nicht in der Perfektion zu finden ist. Die Perfektion einer bestimmten Tanzproduktion...
